Ski-WM: Das Hoch auf dem Podest

Die Ski-WM 2017 sorgt am Wochenende nochmals für Hochspannung. Das Wetter hat bereits einen Podestplatz auf sicher. Mit einem neuen Hoch kompensiert es seine durchzogene Leistung der ersten WM-Woche.

Wolkenband in der Nähe der WM-Piste

Bildlegende: Maloja-Schlange zieht den Hang hoch SRF

An der Ski-WM in St. Moritz kämpften nebst den Athleten auch die Wetterlagen um Sieg oder Niederlage. Zum Auftakt des Wettbewerbs waren die Hochs klare Aussenseiter, und so übernahm ein Tief die Führung. Es überzeugte am Montag derart mit Wind, dass die ersten Trainings abgesagt werden mussten. Danach ging dem Tief die Puste aus. Trotzdem versuchte es an seinen Anfangserfolg anzuknüpfen und brachte aus Südwesten feuchte Nebelluft ins Rennen. Das OK konterte geschickt mit kurzfristigen Programmänderungen in Form von vorgezogenen Trainingsläufen am Dienstag und Mittwoch und einer Verkürzung der Rennpiste bei der Superkombination der Damen am Freitag.

Strahlende Skifahrerin Wendy Holdener

Bildlegende: Trotz Schneefall beim Slalom schnappte sich Wendy Holdener Gold in der Kombination. SRF

Zwei Medaillen trotz Tief Olli

Mit neuen Schneefällen versuchte das Tief Olli am Freitagnachmittag auch den Kombinations-Slalom der Damen nachhaltig zu dominieren. Es blieb beim Versuch - das Rennen wurde trotzdem durchgeführt. Auf diese Niederlage reagierte das Tief äusserst unsportlich und sandte eine Malojaschlange aus. In Kombination mit labiler Luft über dem Abfahrtshang waren die Auswirkungen fatal: Die Herrenabfahrt vom Samstag konnte nicht durchgeführt werden.

Am Sonntag setzte das sichtlich angeschlagene Tief nochmals auf dieselbe Karte wie schon am Samstag. Mit letzter Kraft konnte es das OK tatsächlich dazu zwingen, den Start der Herrenabfahrt nach unten zu versetzen. Für mehr reichte es aber nicht mehr, und so konnte der Super-Abfahrt-Sonntag mit grossem Erfolg durchgeführt werden. Danach waren die Stunden des Tiefs gezählt.

WM-Piste bei strahlendem Sonnenschein

Bildlegende: Blauer Himmel über Salastrains SRF

Vier Prachtstage

Hoch Erika liess sich dann nicht lange bitten. Bereits seit mehreren Tagen in der Pole-Position und hochmotiviert setzte es sich ab Montag kraftvoll in Szene. Und es bot eine unglaublich tolle Performance. Es überzeugte die Athleten und das Publikum mit vier herrlichen Sonnentagen und milden Temperaturen.

Hoch Felicitas

Am Donnerstagabend verliess Erika stolz die Arena. Und sofort nutzte wieder ein Tief die Gunst der Stunde. Tief Pierre konnte die Rennen nicht massgeblich beeinflussen, brachte ab Mitte Nachmittag aber immerhin nochmals etwas Schneefall mit in den Wettkampf. Das wars dann aber schon. Beflügelt vom Erfolg von Erika steht am Wochenende Hoch Felicitas am Start. Es wird sowohl am Samstag wie auch am Sonntag noch weitere wertvolle Punkte holen.

Balkendiagramm der Sonnenstunden

Bildlegende: Tägliche Sonnenstunden registriert an der Station Samedan-St.Moritz. SRF

Fazit: Die Ski-WM 2017 in St. Moritz geht letztendlich mit positiver Sonnenbilanz in die Geschichte ein.