Bankenplatz Schweiz Alternative Bank erzielt trotz Negativzinsen positives Ergebnis

Das Geschäftsjahr 2016 brachte der Bank mit Sitz in Olten einen Gewinn von 1,8 Millionen Franken. Die Einführung von Negativzinsen per Anfang 2016 bereut die Alternative Bank Schweiz ABS nicht. Diese hätten eine «gewünschte lenkende Wirkung» gehabt.

Aussenaufnahme Hauptsitz Olten Alternative Bank Schweiz.

Bildlegende: Der Hauptsitz der Alternativen Bank Schweiz ABS in Olten. zvg/ABS

Vor allem im Kreditgeschäft ist die Alternative Bank Schweiz ABS 2016 gewachsen. Hier konnte sie sich um 13,5 Prozent steigern. Dieses Wachstum erkläre sich vor allem durch die Finanzierung grösserer Bauprojekte von gemeinnützigen Wohngenossenschaften in der Westschweiz, wie die ABS am Montag mitteilte.

Negativzinsen hatten positive Wirkung

Zudem konnte die Bank auch neue Aktionäre gewinnen. Das Aktionariat sei im Jahr 2016 um 16 Prozent auf über 6000 Aktionärinnen und Aktionäre gewachsen. Dadurch wuchsen auch die Eigenmittel der Bank.

Portrait Martin Rohner.

Bildlegende: ABS-Chef Martin Rohner ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2016. zvg/ABS

Die Ankündigung von Negativzinsen - auch auf Alltagskonten - brachte die ABS in die Schlagzeilen. Trotz der Negativzinsen konnte die Bank gemäss eigenen Angaben 2016 über 900 Kunden gewinnen (total rund 31'500 Kunden).

Aufgrund der Negativzinsen deponieren die Kunden weniger Geld auf den Konten und fragen «mehr Dienstleistungen im Ausser-Bilanz-Geschäft nach», so die ABS in ihrer Medienmitteilung.

Dies sei ein Effekt der Negativzinsen: «Wir haben uns eine lenkende Wirkung erhofft und diese ist eingetreten», resümiert ABS-Chef Martin Rohner. Ein Effekt, welcher sich aus positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Bank ausgewirkt habe.