Strenger Frost Grosse Ernteausfälle für Aargauer und Solothurner Obstbauern

Der Morgen nach den beiden frostigen Nächten bringt den regionalen Obstproduzenten die Gewissheit, dass ihre Ernte in diesem Jahr schlecht ausfallen wird. So schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sowohl im Aargau als auch in Solothurn muss man wegen des Frosts mit Totalausfällen rechnen.

Verwelkte Blüte eines Apfelbaumes.

Bildlegende: Christopher Lawrence hat uns dieses Bild aus Breitenbach geschickt: Der Frost hat diesen Apfelblüten zugesetzt. zvg/Christopher Lawrence

Die Obstbäume blühten bereits seit Tagen. An den Kirschbäumen entwickelten sich bereits kleine, grüne Früchte. Diese sind nun braun, gezeichnet vom Frost. Dieses Bild zeigt sich nach dem Frost in grossen Teilen der Schweiz, so auch in den Kantonen Aargau und Solothurn. Für die Obstbauern ist das ein grosser Schock.

«  Zwei Drittel der Ernte fallen in diesem Jahr aus! »

Max Stenz
Präsident der Aargauer Obstproduzenten

«Es ist der schlimmste Fall seit Jahrzehnten», beschreibt Philipp Gut, Fachstellenleiter Obst des Kanton Solothurns, die Situation. Er hat bereits Anlagen von Bauern gesehen und mit Bauern gesprochen, welche einen Totalausfall haben.

Schäden in Millionenhöhe

Für die betroffenen Bauern heisst dies, ein Jahr gratis zu arbeiten. Denn die Bäume müssen dennoch gepflegt werden, um dann wenigstens im nächsten Jahr wieder Früchte zu tragen. Alleine im Aargau hat der Frost bei den Bauern Schäden in Millionenhöhe verursacht.

Die geringere Obstmenge wird auch Auswirkungen auf die Konsumenten haben. Die Preise für Früchte könnten leicht steigen. Die finanziellen Ausfälle der Bauern von 60 bis 100 Prozent könnte eine Preiserhöhung jedoch nicht ausgleichen.