Abriss von Häusern Basler Mieterverband geht gegen katholischen Verein vor Gericht

Haus an der Mattenstrasse

Bildlegende: Die Mieterinnen und Mieter an der Mattenstrasse im Kleinbasel wehren sich schon länger gegen einen Abriss. Jetzt geht... SRF, Martina Polek

Schon seit längerem wehren sich Mieter einer Liegenschaft im Kleinbasel an der Mattenstrasse gegen ihren Hausbesitzer, den katholischen Vinzenz Verein-Sankt Marien. Jetzt erhebt auch der Basler Mieterverband eine Verbandsbeschwerde gegen den geplanten Abriss.

An der Mattenstrasse werde bezahlbarer Wohnraum vernichtet und durch teure Wohnungen in Form von Betonklötzen ersetzt, erklärt Beat Leuthardt, Co-Leiter des Mieterverbands Basel-Stadt. «Wir sagen: Lasst diese Häuser stehen, saniert sie und zwar zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und nicht gegen sie.»

Wenn der Mieterverband vor Gericht geht, dann meist gegen Pensionskassen oder Spekulanten. Dass es in diesem Fall gegen einen katholischen Verein mit sozialen Zielen gehe, sei zwar speziell, aber auch wer es «gut meine, müssen verstehen, dass das Vernichten von bezahlbaren Wohnungen falsch sei.»

Der Verein selbst hat sich gegenüber dem Regionaljournal bereits im Frühling geäussert. Damals sagte der Präsident Dominik Büchel, dass man zwar geprüft habe, ob man die Häuser auch sanieren statt abreissen könnte, sei aber zum Schluss gekommen, dass dies keine Option sei. «Bei einer Sanierung würden wir drauflegen. Das können wir uns nicht leisten.»