Kunstfund Zeichnungen von Alberto Giacometti in London entdeckt

In London wurde in den Beständen einer im Jahr 2009 verstorbenen Antiquitätenhändlerin ein Blatt mit Zeichnungen des weltbekannten Bündner Malers und Plastikers Alberto Giacometti entdeckt. Die Skizzen werden von Experten als echt taxiert. Sie sollen eine wichtige Schaffensperiode dokumentieren.

Skizzen von menschlichen Gesichtern

Bildlegende: Die entdeckten Zeichnungen sind typisch für das Werk von Alberto Giacometti "The Guardian"/SRF

Das Blatt mit den Zeichnungen wurde zufällig in den Beständen der Verstorbenen entdeckt. Es zeigt auf der einen Seite eine Studie mit vier menschlichen Gesichtern, auf der anderen Seite ist ein stehender Frauenakt zu sehen. Die Skizzen dürften aus den Vierzigerjahren stammen.

Rund 60'000 Pfund dürfte der aussergewöhnliche Fund den Erben der Antiquitätenhändlerin einbringen. Das schätzt der Kunstexperte Philippe Büttner. Im Gegensatz zu Giacomettis Skulpturen, die längst die 100 Millionen Franken-Grenze überschritten haben, werden Bilder und Zeichnungen des aus dem Bergell stammenden Künstlers deutlich tiefer gehandelt. Doch auch hier sind steigende Preise festzustellen.