Untersuchung mit Fotofallen Luchsbestand in der Zentralschweiz nimmt zu

Seit der letzten Untersuchung im Winter 2013/14 hat die Luchsdichte signifikant zugenommen. Das hat Auswirkungen.

Ein Luchs läuft im Schnee durch eine Fotofalle.

Bildlegende: Die Luchse können aufgrund ihrer individuellen Fellzeichnung unterschieden werden. zvg

Im vergangenen Winter wurde im mittleren Teil der Zentralschweiz mittels 76 Fotofallen der Luchsbestand untersucht. Dabei sind mehr Luchse nachgewiesen worden als bei der letzten Untersuchung im Winter 2013/14, teilten die Kantone Obwalden und Nidwalden mit.

16 Luchse tappten in die Falle

Die Ergebnisse der Untersuchung, die von der Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) durchgeführt wurde, zeigen dass der Luchsbestand innerhalb der letzten drei Jahre markant angestiegen ist.

Während 60 Nächten konnten 15 ausgewachsene Luchse und ein Jungtier fotografiert werden. Dabei können die Luchse aufgrund ihrer Fellzeichnung unterschieden und eindeutig identifiziert werden.

Die Autoren der Studie schätzen aufgrund der Beobachtungen, dass die Luchsdichte derzeit pro 100 Quadratkilometer auf 2,5 Luchse angestiegen ist. Bei der letzten Erhebung vor drei Jahren lag sie noch bei 1,54 Tieren.

Bestand regulieren?

Die Situation müsse man sicher weiter beobachten, sagt Fabian Bieri, Jagdverwalter des Kantons Nidwalden auf Anfrage. «Der Luchs wird künftig sicher vermehrt eingreifen beim Gams- und Rehbestand», so Bieri. Da der Luchs keine natürlichen Feinde habe, müsse man den Luchsbestand dann eventuell regulieren. Aktuell sei die Situation aber noch nicht gravierend.

Das insgesamt 1295 Quadratkilometer grosse Untersuchungsgebiet «Zentralschweiz Mitte» umfasst Teile der Kantone Obwalden, Nidwalden, Bern und Uri.