Streit um Fluglärm Neerach stemmt sich gegen neue Flugrouten

Immer knapp über den Hausdächern. Startende und landende Flugzeuge am Flughafen Zürich.

Bildlegende: Immer knapp über den Hausdächern. Startende und landende Flugzeuge am Flughafen Zürich. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dem neuen Betriebssystem sollte der Flughafen sicherer werden. An- und Abflugrouten sollten entflechtet werden, so dass sich die Wege der Flugzeuge weniger kreuzen.
  • Wegen des Widerstands aus Deutschland wollte der Bund vorerst eine abgespeckte Variante realisieren.
  • Nun kann auch diese vorerst nicht umgesetzt werden. Es gab 60 Einsprachen, 50 davon stammen aus der Gemeinde Neerach. Dort würde es wegen der neuen Flugrouten mehr Lärm geben.

Nicole Räz vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigte auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen», dass etwa 60 Einsprachen gegen diese abgespeckte Variante des neuen Betriebsreglements eingegangen sind. «Davon stammen etwa 50 aus Neerach.» Berechnungen zeigen, dass Neerach – anders als ursprünglich erwartet – von zusätzlichem Lärm betroffen wäre.

Diese Einsprachen werden nun ausgewertet. Danach entscheidet das BAZL, ob das Betriebsreglement so umgesetzt werden soll. Auch gegen diesen Entscheid können wieder Einsprachen eingereicht werden.

Unabhängig davon verhandelt der Bund auch weiterhin mit Deutschland.

Der Flughafen Zürich wird von Experten immer wieder kritisiert, weil sich die verschiedenen Flugrouten kreuzen. Grund dafür sind die vielen Diskussionen um den Fluglärm.