«Also, Commander, Sie waren scheint’s dabei…»

Heute vor genau 70 Jahren ging das erste «Echo der Zeit» über den Äther. Damals war der Friede in Europa ganz frisch. Ein Interview mit einem US-Armeeberichterstatter in Zürich zeugt davon. SRF-Hörspiel hat die Sendung neu inszeniert. Autor Hanspeter Geschwend erzählt von der ersten Produktion.

Manuskript zum Interview mit US-Armeeberichterstatter John Shaw im 1. «Echo der Zeit» vom 17,9.1945.

Bildlegende: Manuskript zum Interview mit US-Armeeberichterstatter John Shaw im 1. «Echo der Zeit» vom 17.9.1945. SRF


Das Echo der Zeit vom 17. September 1945

8:31 min, aus Echo der Zeit vom 17.09.2015

70 Jahre «Echo der Zeit»! Ja, etwas vorgefeiert wurde schon. Aber der genaue Tag ist heute: Am 17. September 1945 ging die erste Sendung über den Äther. Seither gilt der Anspruch, täglich die wichtigsten Nachrichten, Reportagen, Interviews und Analysen über das aktuelle Zeitgeschehen zu liefern.

Zum 70. Geburtstag gibt es ein Geschenk. Es ist das allererste «Echo» aus dem Jahr 1945. Ein Zeitdokument, neu vertont von SRF-Hörspiel. Denn das Manuskript ist ganz erhalten, doch fehlt das Tondokument.

Es ist ein Interview mit dem Berichterstatter der US-Truppen, John Shaw, der damals zu Besuch in Zürich war. Thema war die Wichtigkeit der Benzin-Pipelines beim Vormarsch der Alliierten nach der Invasion der Normandie 1944.

Wie war das damals, Herr Gschwend?

Der frühere Radiomann und Buchautor Hanspeter Gschwend hat sich mit der Geschichte des «Echos» auseinandergesetzt und darüber auch ein Buch geschrieben. Im Gespräch sagt er, wie jenes Interview zustande kam, als solche Produktionen noch stenografisch aufgezeichnet und durch Schauspieler nachgestellt wurden.