20 Jahre Netflix: Unsere Lieblingsserien des US-Anbieters

Am 29. August wird Netflix 20 Jahre alt. Was? Vor 20 Jahren hatte doch noch fast niemand Zugang zum Internet! Richtig, Netflix startete damals als Versand-Videothek, investierte aber früh ins Streaminggeschäft und landete so einen Volltreffer. Inzwischen ist Netflix der weltweit grösste Anbieter.

Unsere Lieblingserien auf Netflix

    • Serientipp: «Stranger Things»

      «Stranger Things»

      Netflix weiss, wie man eine Serie zum globalen Suchtstoff macht. Bei «Stranger Things» griff es erfolgreich in die Trickkiste der klassischen Hypefaktoren: Gute Titelmelodie, 80er-Retro-Ästhetik, eine Prise Fantasy und ein mysteriöses Geheimnis. Alles perfekt verpackt in dieser Serie um einen vermissten Jungen und ein Mädchen mit übersinnlichen Kräften. Am 27. Oktober kommt die lang ersehnte zweite Staffel.

      Trailer «Stranger Things»

      2:11 min

    • Serientipp «Please like me»

      «Please like me»

      Die Serie ist so etwas wie die homosexuelle, australische Version der New Yorker Kultserie «Girls». Die Serie dreht sich um den ziemlich verschrobenen Jugendlichen Josh, seine Freunde und Familie. Die Figuren sind köstlich überzeichnet: Die depressive Mutter, die sich mit Panadol und Baileys das Leben zu nehmen versucht, der dickliche Mitbewohner, dessen Lieblingsthema sein eigenes Geschlechtsteil ist, oder die überdrehte thailändische Stiefmutter, die Joshs WG gern als Babysitter nutzt, was meist keine gute Idee ist. Man könnte ihnen tagelang zusehen.

      Trailer «Please like me»

      2:43 min

    • Serientipp «Versailles»

      «Versailles»

      Die britische Boulevardzeitung «The Sun» hat die Sexszenen in Versailles gezählt und kommt auf bis zu sieben pro Stunde. Das seien so viele wie nie zuvor in einer am Fernsehen gezeigten Serie. Als Zuschauer fällt das allerdings nicht besonders auf, man ist sich nackte Haut am Fernsehen inzwischen gewohnt. Die Serie zeigt die Zeit des Aufstiegs von Sonnenkönig Louis XIV. Neben Intrigen am Hof wird in den zwei bereits gedrehten Staffeln auch der jahrzehntelange Bau des Prachtsschlosses von Versailles gezeigt. Die Serie ist bildgewaltig gedreht und man kriegt auf unterhaltsame Weise eine kleine Lektion in der Geschichte Europas im 17. und 18. Jahrhundert.

      Trailer «Versailles»

      2:19 min

    • Serientipp: «Designated Survivor»

      «Designated Survivor»

      Als «Designated Survivor» überlebt Wohnungsbauminister Thomas Kirkman als einziges Regierungsmitglied einen Terroranschlag auf das Kapitol in Washington. Er muss innert Minuten das Amt des US-Präsidenten übernehmen. Kiefer Sutherland spielt in der Serie für einmal keinen Haudegen sondern einen sanftmütigen und intelligenten Politiker, der anfänglich Mühe hat mit seinem neuen Job als mächtigster Mann der Welt. Sutherland spielt die Rolle brillant. Die Serie gehört zu den best gemachten US-Actionproduktionen der letzten Monate. Sie packt ab der ersten Minute und bietet interessante Einblicke ins Weisse Haus mit Machtspielchen, Geheimdiensten und Kriegsführung. In der Schweiz gibt's die Serie auf «Netflix».

      Trailer «Designated Survivor»

      1:56 min

    • Serientipp: «Love»

      «Love»

      Anders als der Titel impliziert, geht es in dieser Netflix-Dramedy nicht nur um die Liebesgeschichte der beiden Hauptpersonen Gus und Mickey. Die Serie zeigt, wie der liebenswürdige Nerd Gus und die heisse Chaotin Mickey versuchen, mit ihrem Leben in Los Angeles klar zukommen. Man findet einige Parallelen zum eigenen Leben, über die man lachen und manchmal auch ein bisschen nachdenken kann. Zu finden bei «Netflix».

      Trailer «Love»

      3:45 min

    • Serientipp: «Tote Mädchen lügen nicht»

      «Tote Mädchen lügen nicht»

      Lob erntet die Netflixserie vor allem für ihren Appell, die Menschen sollen freundlicher zueinander sein. Diese Message verbreitet die Schülerin Hannah Baker auf Audiokassetten, die sie kurz vor ihrem Selbstmord aufgenommen hat. Auf jeder Kassette rechnet Hannah mit einem Highschool-Kollegen ab, der sie schlecht behandelt hat. Die Serie hat den Anspruch, tiefgründiger zu sein als andere Highschool-Geschichten und den Zuschauer tief ins Seelenleben von Hannah und ihren Mitschülern blicken zu lassen. Das gelingt bedingt. Die Serie bleibt oft an klassisch amerikanischen Highschool-Clichés hängen.

      Trailer «Tote Mädchen lügen nicht»

      3:07 min

    • Serientipp: The OA

      «The OA»

      Eine vermisste junge Frau kehrt nach sieben Jahren zurück zu ihrer amerikanischen Vorstadtfamilie. Wo war sie? Die Antwort zeigt die Netflix-Serie häppchenweise. Eine übersinnliche Erklärung mischt sich mit einem Entführungsdrama. Das Resultat ist für den Zuschauer spannend, zeitweise allerdings etwas dick aufgetragen. Bullshit oder Geniestreich? Die Meinungen in den Internetforen gehen weit auseinander.

      Trailer «The OA»

      3:05 min

    • Serientipp: "3%"

      «3%»

      Die erste Netflixserie aus Brasilien kommt ästhetisch etwas billig daher, ist aber durchaus sehenswert. In der Welt der Zukunft leben 97% der Menschen in Armut. Nur 3% sind privilegiert und leben im Überfluss auf einer Insel im Meer. Allerdings: Jeder Mensch hat einmal im Leben die Chance, mit einer Prüfung den Sprung auf die Insel zu schaffen. Das Assessment ist allerdings brutal und gnadenlos.

      Trailer «3%»

      3:00 min