So kommst Du in der Schweiz an die heissen TV-Serien!

Das Serienangebot hinkt hierzulande hinter Europa und Nordamerika zurück. Wer die richtigen Angebote wählt, empfängt aber auch in der Schweiz praktisch alle guten Serien. Hier eine Auflistung der Möglichkeiten geordnet nach Konsumenten-Typ.

Hardcore-Serienjunkie

Bekanntester Serien-Junkie: Wendy aus «Breaking Bad»

Bildlegende: Bekanntester Junkie in einer Serie: Wendy in «Breaking Bad» AMC

Du willst die neuste Folge von US-Serien sofort, koste es was es wolle. Dann brauchst du diese drei Abos gleichzeitig:

«Netflix»-Abo
Grosses Serienangebot mit Blockbuster-Serien wie «Orange is the New Black» oder «House of Cards». Monatliche Abokosten zwischen 11.90 und 17.90 Franken.

«Amazon Prime Video»-Abo
Mittelgrosses Serienangebot mit neuen Trendserien wie «Man in the High Castle» oder «American Gods». Monatliche Abokosten zwischen 3 und 8 Franken.

«Teleclub» Pay-TV mit Zusatzpaket «Entertain»
Einziger Anbieter mit dem für Serienfans sehr interessanten Kanal «Sky Atlantic». Dieser zeigt Hitserien des Netzwerkes «HBO» häufig gleich am Tag nach der Ausstrahlung in den USA – darunter «Game of Thrones» oder «Big Little Lies». Kostenpunkt für Grund- und Zusatzabo liegt je nach TV-Anbieter zwischen 40 und 50 Franken.

Serien-Couch Potato

Bekanntester Sofahocker in einer Serie: Al Bundy in «Eine schrecklich nette Familie».

Bildlegende: Bekanntester Sofahocker in einer Serie: Al Bundy in «Eine schrecklich nette Familie». Fox

Am Feierabend ab auf die Couch und schauen, was das Fernsehprogramm zu bieten hat. Abos und technische Tricks sind nicht dein Ding. Dann sei dir Folgendes empfohlen:

«Video on Demand» beim TV-Anbieter
Die drei grossen Schweizer TV-Anbieter «UPC», «Swisscom» und «Sunrise» bieten als Zusatzleistung zu ihren Grundabos Serien im Direktabruf-System an. Einzelne Folgen oder ganze Staffeln von Serien können spontan und ohne Aboverpflichtung über das Fernsehgerät abgerufen werden. Das «VOD»-Angebot wird immer grösser und häufig findet man dort Hitserien wie «Game of Thrones» kurz nach der US-Ausstrahlung. Bezahlt wird pro Folge (ca. 3 Franken) oder Staffel (ca. 20 Franken).

Serien-Sparfuchs

Berühmtester Sparfuchs in einer Serie: Onkel Dagobert in «DuckTales».

Bildlegende: Berühmtester Sparfuchs in einer Serie: Onkel Dagobert in «DuckTales». Disney

Serien ja –Geld ausgeben nein! Aber in den halblegalen Bereich willst du dich nicht begeben. Dann seien dir die Geheimtipps unter den Serienanbietern empfohlen:

Free TV
Richtig gelesen. Auch die ganz herkömmlichen Fernsehsender zeigen viele gute Serien. Manchmal muss man sich einige Monate gedulden, dann aber zeigen «SRF» und Co. sogar Hypeserien wie «House of Cards» oder «The Handmaid's Tale». Hilfreich sind für Free TV-Sparfüchse Serienaufnahme und Replay-Funktion. Einige Fernsehanbieter haben diese im Grundabo dabei. Ausserdem lohnt sich ein frühzeitiger Blick ins TV-Programm, um die Gratis-Aufnahme rechtzeitig zu programmieren.

Web TV-Anbieter
Am bekanntesten sind «Wilmaa», «Zattoo» und «Teleboy». Voraussetzung ist ein Internetzugang. Die Gratisabos bieten meist nur Livefernsehen, aber wer bereit ist, ca. 10 Franken im Monat zu bezahlen, bekommt zusätzlich Replay- und Serienaufnahmefunktionen.

«Hollystar»-Abo
Der Geheimtipp unter den Streaming-Diensten. Für 9.90 Franken monatlich gibt es ein grosses Angebot an Serien. Mit dabei sind auch Hitserien wie «Homeland», «Prison Break» oder «Big Little Lies». Funfact: «Hollystar» ist ein Schweizer Anbieter und in der Westschweiz sehr beliebt.

Serien-Pirat

Heissester Pirat in einer Serie: Vikingerkönig Ragnar in «Vikings».

Bildlegende: Heissester Pirat in einer Serie: Vikingerkönig Ragnar in «Vikings». History

Um an Deine Serien zu kommen, schreckst Du vor Tricks im legalen Graubereich nicht zurück. Nutzung dieser Wege auf eigene Gefahr:

Gratis-Streaming
Hunderte Webseiten bieten Serien in englischer Originalsprache gratis im Netz an. Allerdings: Nutzer müssen sich häufig durch dutzende Werbefenster klicken, um am Schluss Serien in miserabler Bildqualität zu finden. Rechtlich ist Streaming aus Konsumentensicht aber in Ordnung. Denn illegal ist bei uns lediglich das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten.

Herunterladen mit Hilfe von Filesharing-Netzwerken
International weit verbreitet ist das Herunterladen von «torrent»-Dateien von Portalen wie «thepiratebay». Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sperren die Schweizer Behörden solche Portale nicht. Auch werden Nutzer hierzulade rechtlich nicht belangt. Moralisch korrekt ist es deshalb trotzdem nicht, denn hier bezieht man teuer produzierte Serien ohne dafür zu bezahlen.

Zugang zu US-Portalen mit Hilfe von VPN
Die grossen amerikanischen Streamingdienste «HBO Go» («Game of Thrones») , «Hulu» («The Handmaid's Tale»), «Starz» und «FXNow» sind in der Schweiz nach wie vor nicht verfügbar – zum grossen Ärger vieler Serienfans. Mit Hilfe von VPN (Virtual Private Network) gibt es die Möglichkeit, den Serienanbietern vorzutäuschen, dass sich der eigene Computer in den USA befindet und so ein entsprechendes Abo zu lösen. Bei einigen Anbietern braucht es allerdings zusätzlich eine amerikanische Kreditkarte. Der Trick ist nicht strafbar, man riskiert aber, vom Abo-Anbieter gesperrt zu werden.

Serien-Grossfamilie

Schlimmste und tollste Grossfamilie in einer Serie: Die Tanners in «Full House».

Bildlegende: Schlimmste und tollste Grossfamilie in einer Serie: Die Tanners in «Full House». ABC

Papi will «Game of Thrones» schauen, Mami «Orange is the New Black» und die Kids den «Disney Channel» – selbstverständlich alle gleichzeitig. So löst man dieses Problem:

«Netflix»-Abo
Gleichzeitig auf zwei Geräten für 14.90 Franken oder auf vier Geräten für 17.90 monatlich.

TV-Anbieter
«Swisscom», «Sunrise» und «UPC» bieten Gratis-Apps an, mit denen zusätzlich zum Fernseher auf mobilen Geräten TV geschaut werden kann. Je nach Abo ist auch zeitversetztes Schauen möglich.

Das perfekte Abo hast du nun - nur noch keine Idee, was schauen? Voilà: