BÄRN ♥ BÄRN

«Gäbig», «gmüetlech» oder «äuä» - auf dem Gurten dominiert ein Dialekt: Berndeutsch. Einheimische Musiker wie Lo & Leduc oder Züri West machen den Güsche jährlich zum Berner Heimspiel. Vor allem Letztere sind Berner Kulturgut. Und das merkt man an jeder Ecke.

«Sie gehören einfach hierher», sagt ein Fan nach dem Auftritt der Berner Kultband Züri West, «sie haben hier ein Heimspiel.» Der Stolz hinter dieser Aussage kann der Fan nicht verstecken. Und auch bei Lo & Leducs Gig bleibt niemand still. An keinem anderen Festival stehen lokale Bands zur besten Zeit auf der Hauptbühne. Auf dem Gurten geht das und es funktioniert.

Bei einem Rundgang über das Gelände wird klar, woher die meisten Festivalgänger kommen – aus dem Kanton Bern. «Es ist wie eine riesengrosse Homeparty für uns», sagt einer der Besucher schon fast euphorisch. Ganz klar halten sie den eigenen Dialekt für den schönsten. «Logisch sind wir stolz», sagt eine Gruppe Frauen, welche bereits seit zwanzig Jahren auf den Gurten kommen.

Jeder kennt den Text

So ist es es auch wenig überraschend, dass die Berner bei so viel Lokalpatriotismus extrem textsicher sind, wenn es um ihre Mundart-Helden geht. Im Video seht ihr, wie viele der Festivalgänger jede Strophe von «Fingt ds Glück eim?» kennen – ganz zum Erstaunen von Kuno Lauener und Co.