Hey Herbst, ich liebe dich!

Der Sommer ist gut und recht, aber richtig wohl fühlt sich Redaktorin Kim erst im Herbst. Nämlich dann, wenn sie sich in Wollpullis einkuscheln, an kleine, intime Konzerte gehen und deftiges Essen in sich reindrücken kann.

Herbststimmung

Bildlegende: Unsplash / Jakob Owens

Das Essen

Wenn der Hochsommer einzieht, wünschen sich die meisten, sich nur von Glace ernähren zu können – schwierig wenn laktosehaltige Produkte Teufelszeug für den Magen sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Leicht muss es sein, nicht noch mehr Wärme zuführend muss es sein. Aber sind wir ehrlich: Supergesunde und leichte Salate mit Zutaten, deren Namen ich nicht ansatzweise aussprechen kann, machen für etwa 34.392 Minuten satt.

Sobald's aber kälter wird und sich niemand mehr um seine ach so wichtige Bikinifigur kümmern muss, wird's in der Küche so richtig toll: Eintöpfe, währschafte Suppen oder ein saftiges Schinkli mit gedörrten Bohnen – Dinge, die mich vollstens (er)füllen und wärmen. Nur noch besser wird's dann, wenn Fondue-Caquelon und Raclette-Öfeli das erste Mal aufgetischt werden.

Ach und bevor ich's vergesse: Im Herbst gibt's Suser! Und Marroni! Und Kürbisse! Muss ich noch mehr aufzählen, um meinen Grund zu verdeutlichen?

Kürbiscremesuppe

Bildlegende: (Laktosefreie) Kürbiscremesuppe ist etwas vom Besten, ich schwör! Colourbox

Die Kleidung

Die ersten paar Sommertage im Kleidchen rumzurennen und ab und an offene Schuhe zu tragen, ist ganz okay. Auch mit kurzen Hosen kann ich mich für kurze Zeit anfreunden. Spätestens Mitte August macht's mir aber den Laden zu; denn ich will mich anziehen. Richtig. Mit mehr als einem einzigen, übergeworfenen Kleidungsstück.

Und: Ich – und wahrscheinlich noch viele andere – besitze so viele Übergangsjacken, -pullis und für den Herbst passende Schuhe, dass ich mich zum Anfang der kalt-nassen Jahreszeit amigs ewig nicht für ein Outfit entscheiden kann. Aber das ist für einmal egal, denn was ich weiss: Mit Schal und Wollpulli wird's so oder so kuschlig.

Schals

Bildlegende: Bei mir daheim in der Garderobe. Ab 1. September. Jedes Jahr. Unsplash / Kelly Sikkema

Die Natur

Im Frühling ist's schön, doch bei vielen legen sich Pollen wie ein Schleier über ihre ganze Wohnung, jedes Kleidungsstück und den ganzen Körper. Und im Sommer und Winter sieht's auch irgendwie nett aus, aber die meiste Zeit ist es entweder zu heiss oder zu kalt, um die Natur wirklich geniessen zu können.

Deshalb hier ein weiterer Punkt warum ich den Herbst verehre: Blätterdekorierte Strassen, die in wunderbaren Orange- und Brauntönen leuchten, wunderschöne Sonnenuntergänge und grauslige Regentage, während denen ich mich im Bett verkrieche und aus dem Fenster in die Kälte schauen kann. Von Spaziergängen im Wald fang ich schon gar nicht an!

Schöne Herbstlandschaft

Bildlegende: LUEG MAL WIE SCHÖN DAS IST Unsplash / Elijah Henderson

Die neue Konzertsaison

Natürlich finde ich die Fesitvalsaison super, keine Frage. Aber die Künstler, deren Musik ich höre, finden in den letzten Jahren im Herbst noch einmal zurück in die Schweiz, wo sie vor einem viel kleineren Publikum und in viel intimerem Rahmen spielen. Ich denke ans Zürcher Werk 21 oder das Luzerner Treibhaus, wo Bands ihre Musik ein zweites Mal vorstellen können – ohne, dass die Sonne mir die Kopfhaut wegbruzelt (ja ja, ich weiss, Hut anziehen wär auch eine Lösung, aber jänu) und alle um mich herum sturzbesoffen sind.

Zudem ist die Musik, die ich am liebsten höre, perfekt für den Herbst; denn in fast jedem Song schleicht sich leise ein wenig Melancholie ein, die sich wunderbar in die Stimmung der dritten Jahreszeit einfügt.

Gurtenfestival

Bildlegende: Festival? Muss nicht immer sein. SRF Virus

Wenn du jetzt findest: «Ehw, was labert die da?», wir können's bei einem Pumpkin Spiced Latte (iigitt, nein, lass uns einen Tee draus machen) gerne bereden. An alle anderen: high five!