«Esprit de Genève»: Rotweine mit Finesse und Eleganz

Ausgehend von der Idee, einen qualitativ hochstehenden Rotwein als Botschafter des Genfer Weinbaus zu kreieren, haben Genfer Winzer 2004 das gemeinsame Rotweinprojekt «Esprit de Genève» lanciert. Es ist höchste Zeit, die Weine vorzustellen!

Ein gefülltes Rotweinglas.
Bildlegende: «Esprit de Genève»: Mit dem 2014er-Jahrgang ist nun der zehnte Jahrgang auf dem Markt. Colourbox

Der Genfer Vorzeige-Cru «Esprit de Genève» ist eine Assemblage, bei der die rote Traubensorte Gamay mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent die Hauptrolle spielt. Weitere 20 Prozent sind für die beiden in Genf gut adaptierten roten Schweizer Neuzüchtungen Gamaret und/oder Garanoir reserviert.

Während der Gamaret die Assemblage mit seinen dichten Gerbstoffen und einer soliden Struktur bereichert, steuert der Garanoir Geschmeidigkeit und Finesse bei. Um den beteiligten Winzern die Möglichkeit zu geben, ihren Esprit de Genève individuell zu konzipieren, dürfen bis maximal 20 Prozent weitere rote Sorten verwendet werden. So werden viele Abfüllungen mit einem kleinen Anteil Merlot, Pinot noir, Cabernet Sauvignon oder einer anderen Varietät abgerundet. Ausserdem müssen die Weine ganz oder teilweise in Eichenfässern ausgebaut werden und eine Zulassungsdegustation passieren.

Was alle «Esprit de Genève»-Weine auszeichnet ist, dass keiner sich mit modischer Üppigkeit und vordergründig-süsslicher Fruchtkonzentration anzubiedern versucht. Anders gesagt: Die Weine, die sich als önologische Interpretation des Genfer Geists verstehen, vermögen mit Finessenreichtum und nobler Eleganz zu beeindrucken. Und dies – Noblesse oblige! – zu einem demokratischen Preis von rund 20 Franken!

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer