Piment – Der Pfefferersatz aus Jamaika

Zwar sehen die Pimentkörner dem schwarzen Pfeffer ähnlich, doch handelt es sich bei ihnen um die Fruchtkörner eines Myrtengewächses aus Jamaika.

Pimentkörner in Grossaufnahme.
Bildlegende: Piment ist auch bekannt als Nelkenpfeffer. Colourbox

Der Geruch der Pimentkörner ist ausgesprochen aromatisch. Ihr Duft erinnert an Gewürznelken mit einem Hauch von Zimt und Muskatnuss. Im Geschmack kommt noch eine dezente Pfefferschärfe dazu.

Der Name Piment geht auf die spanische Bezeichnung für Pfeffer (pimienta) zurück, da die spanischen Seefahrer, als sie im Westen auf Land stiessen, anfänglich glaubten, sie seien in Indien angekommen und es handle sich bei den Körnern um den gesuchten echten Pfeffer aus Indien.

Ab dem 17. Jahrhundert wurde Piment vorallem in England und in Nordeuropa zu einem beliebten Universalgewürz, mit dem man sowohl salzige wie süsse Speisen würzte.

Auch wenn Piment heute längst nicht mehr die Bedeutung von früher hat, so wird er, ganz oder gemahlen, gerne zum Würzen von Marinaden für Fleisch-, Wild- und Fischgerichte sowie von kräftigen Suppen (Ochsenschwanzsuppe), Würsten, Schmorgerichten, Ragouts und Saucen verwendet. Doch auch süssem Gebäck sowie Kompotten und Konfitüren vermag gemahlener Piment zusätzliche aromatische Finesse zu verleihen.

Redaktion: Rudolf Trefzer