Saint-Emilion – nicht nur Weine für Etikettentrinker

Die Weine aus Saint-Emilion gehören zu den bekanntesten und teuersten Weinen Frankreichs. Doch es gibt auch in Saint-Emilion erschwingliche Weine von ausgezeichneter Qualität.

Weine variieren in Preis und Qualität stark.
Bildlegende: Keystone

Die Weine aus Saint-Emilion sind hauptsächlich von der Merlot-Traube geprägt. Ergänzend kommen noch die Sorten Cabernet Franc und in geringerem Mass auch Cabernet Sauvignon dazu. Die Weine sind rund, voll und oft recht füllig. Je nach Lage und Philosophie des Gutes können die Weine recht unterschiedlich sein.

Grob gesagt gibt es zwei Weintypen in Saint-Emilion: da sind zum einen die konzentrierten Muskelweine mit hohem Alkoholgehalt und Aromen von überreifen Früchten, also önologisch zurechtdesignte Weine im Stil der Neuen Welt.

Zum anderen gibt es die kräftigen, aber zugleich saftig-eleganten Weine. Also Weine, in denen Stoffigkeit und Finessenreichtum eine schöne Balance bilden und die, wenn man sie nicht zu jung trinkt, ausgezeichnete Essensbegleiter sind.
Einige Kultweine aus Saint-Emilion sind zwar absurd teuer, doch im Fachhandelt findet man bereits ab 20 Franken ausgezeichnete Gewächse, beispielsweise jene der Châteaux Côte de Baleau, Gaillard und La Fleur dArthus.

Redaktion: Rudolf Trefzer