Schluss mit Kirchenprivilegien! Volksbegehren in Österreich

Die Religion an sich sei nicht das Problem, versichern die Initianten. Aber die finanziellen Privilegien der Religionsgemeinschaften sollen abgeschafft werden.

Im Salzburger Dom, Österreich.
Bildlegende: Im Salzburger Dom, Österreich. Keystone

Deswegen wurde ein Volksbegehren lanciert, bei genügend Unterschriften muss das österreichische Parlament darüber entscheiden, ob Religionsgemeinschaften künftig komplett vom Staat getrennt werden sollen.

In Österreich sind 14 Religionsgemeinschaften öffentlich-rechtlich anerkannt. Sie geniessen einige Vorteile, so werden religiöse Privatschulen vom Staat unterstützt. In der Schweiz sind viel weniger Religionsgemeinschaften anerkannt: Die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte, sowie in vielen Kantonen die christkatholische Kirche. Auch sie arbeiten mit dem Staat zusammen: Sie dürfen beispielsweise Steuern eintreiben.

Wenn die Verbindung zwischen Kirche und Staat komplett getrennt würde, wäre das eine Diskriminierung des religiösen Bereichs, sagt der Kirchenrechtler Adrian Loretan. Der Staat unterstütze ja auch andere Bereiche finanziell, wie beispielsweise Sportvereine oder Musikinstitutionen. Würde die Kirche da komplett ausgeschlossen, wäre sie benachteiligt, so Loretan.

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