Lady Shiva – Reiseleiterin ins Zürich der Aufbruchsjahre

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  • «Irène» by Franz Gertsch

    Lady Shiva – Reiseleiterin ins Zürich der Aufbruchsjahre

    Lady Shiva war Prostituierte, Mode-Ikone und Künstlermuse. Bis heute steht sie für Zürich und die Aufbruchszeit der 70er und 80er Jahre.  Nun hat der Historiker und Publizist  Willi Wottreng ein Buch über sie geschrieben.

    Lady Shiva stand an der Schoffelgasse im Zürcher Niederdorf. Mit offenem Mantel und sichtbarem Mieder drunter steht sie da und wartet auf Freier. Und bald schon war das ganze Gebiet dort Shivaland. Lady Shiva war schön, gross und einzigartig. Man nannte sie auch Marilyn Monroe von Zürich. Entsprechend schnell war sie Kult:

  • Lady Shiva (Coverausschnitt)

    Szene

    Es war die Zeit nach 68. Die Bewegung zerfiel in viele Szenen und Unterszenen. Politische und nicht politische. Kommunistische Splittergruppen, Frauenbewegung, Hausbesetzerszene. Ökos. Daneben Künstler, Musiker, Filmer, Literaten. Und mittendrin Lade Shiva.

    Als Model, als Muse, als Mode-Ikone und bald schon als Aushängeschild.

  • Irene

    Doch Lady Shiva war nicht nur Glamour. Hinter ihr verbarg sich eine junge Frau namens Irene Staub. Ein Mädchen aus der Provinz mit schwieriger Vergangenheit und ebenso schwieriger Zukunft:

  • Am Rand der Gesellschaft

    Der Historiker und Publizist Willi Wottreng erzählt Geschichte von unten und vom Rand der Gesellschaft her. Und damit erzählt er viel über die Gesellschaft selber. Und über die jeweilige Zeit. Und so ist sein Buch über Lady Shiva vor allem auch ein Buch über Zürich zwischen 68 und AIDS.

    Über Zürich auf dem Weg von der Polizeistunde zur Streetparade.

    Willi Wottreng. Lady Shiva. Elster, 2013.

    Michael Luisier