Free to run – Als Laufen noch verboten war

Dokumentarfilmsommer 2017

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Noch in den 60er Jahren war Laufen eine exklusive, meist Männern vorbehaltene Sportart. Rennen war ungesund und wer joggte ein Freak. Den Frauen wurde der Zugang zu Laufwettbewerben über 800m verwehrt. Eine Hommage an die Freiheit des Laufens und an all jene, welche dies erst möglich gemacht haben.

Ob in den Strassen New Yorks oder in den Schweizer Bergen, jedes Jahr messen sich Millionen von Läuferinnen und Läufern auf der ganzen Welt an nationalen und internationalen Laufwettbewerben. Doch noch in den 1960er Jahren war das Laufen eine exklusive, zumeist Männern vorbehaltene Sportart. Rennen war ungesund und wer joggte, wurde als Freak belächelt.

Auf Männer, die liefen, zeigte man mit dem Finger, sobald diese die Stadien verliessen und in der Natur rannten. Aber für die Frauen war die Situation noch viel radikaler: sie waren von allen Läufen über 800m ausgeschlossen, da man der Meinung war, dass Frauen körperlich dazu nicht fähig seien und eine rennende Frau einfach nicht schön anzusehen sei. 1967 wird für die laufenden Frauen hingegen ein entscheidendes Jahr.

Kathrine Switzer schreibt sich für den Boston-Marathon ein und bestreitet diesen illegal. Während des Rennens wird sie als Frau erkannt und der damalige Renndirektor versucht, sie gewaltsam aus dem Lauf zu zerren, was von ihrem Verlobten auf spektakuläre Art und Weise verhindert wird. Wie eine Schockwelle macht das Pressebild dieses Zusammenpralls auf der ganzen Welt auf die Situation der Frauen im Allgemeinen und im Laufsport im Speziellen aufmerksam und Kathrine Switzer selbst wird zur Ikone des Kampfs für eine Gleichberechtigung der Frau.

Der Regisseur Pierre Morath erzählt die unglaubliche Geschichte einer belächelten Randsportart die zur universellen Passion wurde. Eine Hommage an die Freiheit des Laufens und an all jene, welche dies erst möglich gemacht haben.