Raving Iran - Zwei DJs gegen das iranische Regime

Dokumentarfilmsommer 2017

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Anooshs und Arashs sind die Helden von Teherans Underground Techno-Szene. Doch Techno ist verbotene Musik im Iran und kann zu hohen Strafen führen. Unter gefährlichen Umständen organisieren sie einen Rave in der Wüste. Eine Einladung zur Street Parade in Zürich bietet plötzlich neue Perspektiven.

Anooshs und Arashs Leidenschaft ist Deep House. Sie sind die Helden von Teherans Underground Techno-Szene. Die Musik erlaubt ihnen, ihrer Frustration über das repressive System Ausdruck zu verleihen und ist ein persönlicher Akt der Rebellion in einem Land, in dem bereits der Konsum westlicher Musik zu Gefängnis und hohen Strafen führen kann. Die beiden Musiker organisieren ihre illegalen Raves in Teheran unter strengster Geheimhaltung. Denn bereits der kleinste Fehltritt könnte sich als fatal herausstellen.

Wie kann man in einem Land überleben und seine Individualität behalten, in dem alles rigoros kontrolliert wird? Müde und desillusioniert von dem ewigen Versteckspiel mit der Polizei und einer stagnierenden Karriere, organisieren sie unter gefährlichen Umständen einen letzten ekstatischen Rave in der Wüste.

Dann erreicht sie ein Anruf von der Street Parade in Zürich. Sie sind eingeladen aufzulegen. Nach langem Bangen erhalten die beiden ein 5 Tage-Visum. In der Schweiz angekommen, katapultieren sie Radio- und Zeitungsinterviews, Millionen von Ravern und DJ Kollegen in eine andere Sphäre. Die anfängliche Euphorie verfliegt jedoch schnell, denn die näher rückende Abreise stellt sie vor eine grosse Entscheidung.

Der Kinoerstling von Regisseurin Susanne Regina Meures vermittelt einzigartige Einblicke in die Subkultur von Teheran. Der Film entstand unter grossen persönlichen Risiken und wurde zu grossen Teilen mit versteckter Handy-Kamera und zeigt die Perspektivlosigkeit einer Generation, die sich nach einem freien Leben sehnt.