Meereis in der Antarktis erreichte ein Maximum

Am Ende des letzten Südwinters erreichte das Meereis in der Antarktis ein Maximum. Die Ursache dürfte wahrscheinlich beim starken Abschmelzen der Gletscher zu suchen sein. So gelangte viel Süsswasser an die Meeresoberfläche, die entsprechend schneller gefrieren konnte.

In der Antarktis sind die Gletscher in den letzten Jahren stark abgeschmolzen. Dies führte dazu, dass sehr viel salzarmes, leichtes Wasser auf das salzhaltige Meerwasser zu liegen kam. Da Süsswasser einen höheren Gefrierpunkt hat als Salzwasser bildete sich vermehrt Meereis. Dieser Effekt war auch schon am Ende der letzten Eiszeit im nördlichen Atlantik zu beobachten. Momentan deutet aber im Norden nichts auf diesen sogenannten Heinrich-Effekt hin. Auf jeden Fall hat der Golfstrom nichts von seiner Stärke eingebüsst.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Mike La Marr, Redaktion: SRF METEO