Dianas Tod – 7 Tage, die die Welt bewegten

  • Donnerstag, 24. August 2017, 20:05 Uhr, SRF 1
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 24. August 2017, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 25. August 2017, 10:45 Uhr, SRF 1

20 Jahre ist Lady Diana schon tot. Auch nach so langer Zeit kommen noch immer neue Details über die hektischen Stunden nach ihrem Ableben ans Licht.

In Interviews mit Familienmitgliedern, engen Freunden, Politikern und Journalisten beleuchtet dieser Film die turbulente und beispielslose Woche von Prinzessin Dianas plötzlichem Unfalltod bis zu ihrer Beisetzung.

Es war ein Sonntag wie kein anderer in Grossbritannien: Statt wie gewohnt in Ruhe zu frühstücken, schalteten die meisten Briten den Fernseher oder das Radio an, um zu erfahren, ob es wirklich stimmt – dass Diana, die ehemalige Prinzessin von Wales, tatsächlich tot ist. Nur auf Schloss Balmoral blieben die Empfangsgeräte stumm: Queen Elizabeth II. hatte sie entfernen lassen – aus Angst, dass ihre Enkel William und Harry die grausigen Details über den tödlichen Unfall ihrer Mutter erfahren könnten.

Vor allem Prinz Philip sorgte dafür, dass mit den damals zwölf- und 15-jährigen Prinzen behutsam umgegangen wurde, erinnert sich Anji Hunter, die als Beraterin des damaligen Premierministers Tony Blair an der Planung des Trauerzugs zu Dianas Beerdigung teilnahm. Als das Komitee, zu dem neben Mitgliedern der Royals und der Familie Spencer auch Polizei- und Regierungsvertreter gehörten, darüber diskutierte, dass die Jungen nicht hinter dem Sarg laufen wollen, schaltete sich ihr Grossvater ein: «Wir redeten und aus dem Lautsprecher des Telefons kam plötzlich Prinz Philips Stimme», erinnert sich Hunter. «Gequält sagte er ‹Diese Jungen haben gerade ihre Mama verloren›. Das hat uns alle auf den Boden der Tatsachen geholt». Letztlich war es Prinz Charles, der seine Söhne überzeugte, am Trauerzug teilzunehmen.

Während in London die Planung der Beerdigung auf Hochtouren lief, standen Dianas Butler Paul Burrell und ihr Chauffeur Colin Tebbutt in Paris vor ganz anderen Herausforderungen: Sie mussten im Pitie-Salpetriere Hospital, in dem ihre Arbeitgeberin gerade verstorben war, eine improvisierte Leichenhalle errichten. «Ich war besorgt, weil der Raum immer heisser wurde», erinnert sich Tebbutt. «Wir sahen, dass draussen vor dem Fenster Menschen anfingen, auf Dächer zu klettern und drauflos zu fotografieren. Wir liessen uns sofort Decken bringen um die Fenster zu verhängen. Dadurch wurde es im Zimmer doppelt so heiss.»