Das Spielcasino ist ein kleiner Überwachungsstaat

Vor 15 Jahren öffnete das erste Grand-Casino in der Schweiz. Aus diesem Anlass nimmt Sie der «Doppelpunkt» mit in eine Welt, die viele nur aus Filmen kennen. Die Sendung blickt hinter die Kulissen des Casino-Glücksspiels, in dem die Überwachung das A und O ist.

Eine Gruppe von Besuchern spielt Roulette im Casino Zürich.
Bildlegende: Big Brother is watching you: Im Casino bleibt nichts unbeobachtet. Keystone

15 Jahre nach der Eröffnung des ersten Grand-Casinos in der Schweiz blickt der «Doppelpunkt» in die Welt des klassischen Glücksspiels am Roulette- und Black-Jack-Tisch. Da es um viel Geld geht, wird die Überwachung gross geschrieben. Laut den Betreibern des Zürcher Spielcasinos ist die Toilette der einzige Ort, wo keine Kameras installiert sind.

Klare Hierarchie

«Im Casino überwacht jeder jeden», lautet das Motto. Unter den Mitarbeitenden gibt es eine klare Hierarchie. Die Handgriffe an den Spieltischen sind streng standardisiert. Gibt es Streitereien um den Ausgang eines Spiels, bleibt der Blick aufs Filmmaterial, das die Kameras pausenlos aufzeichnen.

Abdriften in die Spielsucht

Die meisten Spieler im Casino behaupten, sich und ihre Finanzen im Griff zu haben. Doch die Selbstkontrolle ist schnell verloren, und es droht eine Spielsucht. «Der Nervenkitzel fasziniert», sagt der Psychiater Andreas Canziani. «Süchtige Spieler können ihre Selbstkontrolle manchmal nur durch Abstinenz zurückgewinnen.» Anderen gelinge es, ihren Hang mit «kontrolliertem Spielen» in den Griff zu bekommen.

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Wie erkennt man Spielsucht?

0:57 min, vom 13.3.2017

Redaktion: Rebekka Haefeli