«Chilcot-Bericht»: voreiliger Entscheid für Irak-Krieg

  • Mittwoch, 6. Juli 2016, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 6. Juli 2016, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 6. Juli 2016, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Der «Chilcot-Bericht» könnte Folgen haben: Angehörige von getöteten britischen Soldaten wollen klagen, und der Internationale Strafgerichtshof könnte allfällige Kriegsverbrechen untersuchen lassen.

    «Chilcot-Bericht»: voreiliger Entscheid für Irak-Krieg

    Der Bericht von John Chilcot dokumentiert die britische Beteiligung am Irak-Krieg zwischen 2003 und 2009. Das Fazit ist vernichtend: Die Regierung von Tony Blair hat Grossbritannien zum falschen Zeitpunkt und aufgrund falscher Erkenntnisse in den Krieg geführt.

    Joe Schelbert

  • Angehörige eines britischen Fallschirmtruppenregiments machen sich im März 2003 für einen Einsatz im Süden Iraks bereit.Süden Iraks

    Was Tony Blair und George W. Bush in Irak hinterlassen haben

    Der Untersuchungsbericht zur britischen Beteiligung am Irak-Krieg ist eine lange Liste von Fehlern, begangen von der Regierung unter Tony Blair. Er habe das Land vorschnell in den Krieg geführt, der Krieg habe sein Ziel – die Befriedung Iraks – verfehlt.

    Welche Folgen wird der Bericht haben und wie reagiert man in Irak?

    Martin Alioth und Philipp Scholkmann

  • «Die Organisation zeigt, dass sie weltweit in der Lage ist, Anschläge zu verüben. Sie versucht, auf diese Weise, Rekruten zu gewinnen», sagt Guido Steinberg im Gespräch. Bild: Die Moschee des Propheten Mohammed in Medina.

    «Eine gigantische Werbekampagne des IS»

    In Istanbul, Dhaka, Bagdad, Medina und Aden haben islamistische Terroristen in den letzten Tagen Anschläge verübt; über 300 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Mit Medina haben die Attentäter eine der heiligsten Städte des Islams ins Visier genommen.

    Das Gespräch über die Strategie hinter diesen Anschlägen – mit Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

    Roman Fillinger

  • Bundesrat Berset klopft den Deutschschweizer Kantonen sanft auf die Finger: An der Pflicht zu Frühfranzösisch gibt es nichts zu rütteln.

    Frühfranzösisch: kein Machtwort aber eine klare Ansage

    In einigen Kantonen der Deutschschweiz steht das Frühfranzösisch auf der Kippe. Der Bundesrat will das nicht hinnehmen und hat deshalb drei mögliche Regelungen in die Vernehmlassung geschickt.

    Christian von Burg

  • Ab der Saison 2017/18 will UPC gemeinsam mit einem guten Dutzend Schweizer Glasfaser-Kabelnetzbetreiber ein digitales Pay-TV-Angebot für drei Millionen Haushalte auf die Beine stellen.

    Sportübertragungen – Wettbewerb treibt Kosten in die Höhe

    Die Schweizer Eishockey-Liga sorgt für einen medienpolitischen Paukenschlag: Sie vergibt die Fernseh-Übertragungsrechte zum drei Mal höheren Preis an ein Konsortium rund um UPC Cablecom, das ab 2017 einen neuen Sportkanal aufbauen will.

    Das Nachsehen hat Teleclub, die bisherige Inhaberin der Übertragungsrechte. Was hat das Publikum davon?

    Klaus Bonanomi

  • Was immer die Nato auf ihrem Gipfel beschliesse, es genüge niemals, um Osteuropa ernsthaft zu verteidigen. Die militärischen Kräfteverhältnisse in der Region seien zurzeit mindestens zehn zu eins zugunsten Moskaus, sagt Michal Baranowski.

    Die NATO vor einem Balanceakt

    Wenn sich die Chefs der NATO-Staaten am Donnerstag in Warschau versammeln, sind sie gefordert: Die Allianz muss geeint und markig auftreten. Denn nur so kann sie sich militärische Zurückhaltung erlauben, um Russland nicht allzu stark zu provozieren.

    Dies wiederum frustriert die Osteuropäer, die sich vor Russland fürchten. Davon ist Michal Baranowski, Direktor des Warschauer Büros der Denkfabrik German Marshall Fund, überzeugt.

    Fredy Gsteiger

  • Der tiefere Grund für die Krise liege darin, dass der argentinische Fussballverband weiter autoritär statt auf Konsens-Basis geführt werde, sagte ein Sportjournalist.

    Korruption, Macht und Politik in Argentiniens Fussballverband

    Der argentinische Fussball-Nationaltrainer Gerardo Martino ist zurückgetreten. Nicht, weil das Team bei der «Copa America» zum zweiten Mal gegen Chile verloren hat, auch nicht, weil Lionel Messi das blauweisse Trikot nicht mehr tragen will.

    Vielmehr herrscht im argentinischen Fussballverband das reine Chaos.

    Ulrich Achermann

Moderation: Roman Fillinger, Redaktion: Markus Hofmann