Die Kraft der Musik

Sie berührt uns emotional, kann uns zu Höchstleistungen antreiben oder die Vergangenheit wieder aufleben lassen. Musik dringt direkt in unser Gehirn und löst dort ein wahres Feuerwerk an Reaktionen aus.

Doch Musik wirkt noch weit mehr als „nur“ auf unsere Gefühlswelt. Musik ist auch ein Thema in der Medizin und der Neurowissenschaft. «Einstein» zeigt, wie Forscher immer tiefere Einblicke in die Geheimnisse der Musik gewinnen – und wie zunehmend ihre therapeutische Kraft genutzt wird.

Beiträge

  • Macht Musik schlau?

    Dieser Frage geht Neuropsychologe Lutz Jäncke seit Jahrzehnten nach. Der Pionier auf dem Gebiet der Plastizität des Gehirns hat bei vielen Musikern und Nichtmusikern nachgemessen, wie und wo sich das Gehirn beim Musizieren und Musik hören aktiviert und – verändert. Er konnte damit nachweisen, was für ein starker Stimulus Musik für das Gehirn ist. Das Universitätsspital Zürich will diesen Stimulus nutzen, um die Gehirnentwicklung von Frühgeborenen zu fördern.

  • Durch Musik Mathematik erleben

    Musik ist eigentlich wohlklingende Mathematik. Takte und Akkorde haben alle mathematische Grundlagen. Wir empfinden Musik nur als schön, wenn die Zahlen dahinter stimmen. Musikpädagoge Markus Cslovjecek will über die Musik Schüler für Mathe begeistern. Er hat ein internationales Projekt gestartet, um Musik stärker in den Schulunterricht zu integrieren. «Einstein» zeigt, wie er Mathematik zum Klingen bringt.

  • Die heilende Kraft der Musik

    Musik aktiviert viele Bereiche des Gehirns. Sie weckt Erinnerungen und Emotionen. Musik hilft unter anderem Schlaganfall-Patienten, ihr beschädigtes Sprachzentrum wieder zu reanimieren. Musik weckt auch die Seele von Demenzkranken und bringt deren Körper in Schwung. Im Tanzcafé in Zürich-Oerlikon werden für ein paar Stunden müde Knochen wieder munter und körperliche Defizite zweitrangig.

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Produzent: Anatol Hug; Autoren: Stephan Hille, Andrea Meier