Eine «himmlische Stunde» mit Christoph Graupner

Als Johann Sebastian Bach 1723 seinen Dienst als Thomaskantor antritt, ist er nur dritte Wahl. Lieber hätten die Verantwortlichen in Leipzig Georg Philipp Telemann oder Christoph Graupner auf dem Posten gesehen.

Ein blauer Himmel überfängt einen Berg. Eine Wolke steht zentral im Bild. Hinter ihr scheint die Sonne hervor.
Bildlegende: Christoph Graupners Musik sorgt für eine «himmlische Stunde». Keystone

Dass diese beiden Komponisten dem grossen Bach damals (fast) in der Sonne stehen, hat Nachwirkungen gehabt: Erst in unserer Zeit konnte Telemann das Etikett des «Vielschreibers» ablegen, und auch Graupners Musik hat es in sich. Wenn sie denn gut gespielt wird! Das Ensemble Ars Antiqua Austria verführt in seiner Aufnahme mit dem dunkel-weichen Klang des Chalumeau und die Sopranistin Miriam Feuersinger hat zusammen mit dem Capricornus Consort Basel sogar mit ihrer neuen Graupner-CD einen «Echo»-Preis eingeheimst.

Erstausstrahlung: 22.09.14

Redaktion: Norbert Graf