Ritalin: Chance oder Gefahr?

Wenn Kinder zappelig sind und sich in der Schule nicht konzentrieren können, bekommen sie immer schneller Ritalin verschrieben. In der Schweiz bezieht unterdessen eines von hundert Kindern Ritalin, Tendenz steigend.

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Ein neuerer Trend ist, dass auch immer mehr Erwachsene zu Ritalin greifen. Wie den Kindern, wird auch ihnen zunehmend die Diagnose «Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung» (ADHS) gestellt. Nun mischt sich die Politik ein: In der aktuellen Session der eidgenössischen Räte nimmt sich der Nationalrat der Frage an, ob Ritalin gegenwärtig zu häufig verschrieben wird.

Viele Betroffene erleben Ritalin als ein eigentliches Wundermittel, das es ihnen erlaubt, den Alltag besser zu bewältigen. Kritiker indessen warnen: Die Pille beeinträchtige unter Umständen die natürliche Entwicklung der Persönlichkeit. 

Bietet Ritalin mehr Chancen, oder überwiegen die Gefahren? Im SRF 1-Studio diskutieren:

  • Ruth Huggenberger, Psychotherapeutin, Baden, Leitungsmitglied des Vereins ADHS 20+
  • Hansueli Albonico, Hausarzt, Langnau, Präsident der Schweizerischen Komplementärmedizinischen Ärzteorganisationen
  • Fabian L., von ADHS betroffen
  • Monika L., Mutter von Fabian L.
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Zu viel verschrieben, zu oft missbraucht?

4:42 min, aus Puls vom 14.3.2011

Moderation: Felix Münger, Redaktion: Felix Münger