Vier zum Volk (1/4): Ulrich Giezendanner

Vier Nationalräte arbeiten in einem Umfeld, das ihrer politischen Gesinnung teilweise widerspricht. In der ersten Folge wagt sich der Transportunternehmer Ulrich Giezendanner (SVP/AG) an die Verkehrsfront - und taucht ein in die Welt der Kantonspolizei Uri.

Mehr Freiheiten, weniger Gesetze und schon gar keine Geschwindigkeitskontrollen. Radarfallen findet SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner Abzockerei. Für die neue Serie «SRF HE!MATLAND - Vier zum Volk» tauscht der Verkehrspolitiker das Rednerpult gegen eine schusssichere Weste: Er geht mit der Kantonspolizei Uri auf Streife und kontrolliert, ob die Gesetze eingehalten werden.

Die Kantonspolizisten Michael und Silvio nehmen den Politiker mit auf die Patrouille. Für die beiden sind Kontrollen wichtig: «Je nach dem muss man die Leute auch büssen, das gehört dazu», meint Silvio. Der sonst lautstarke Politiker wird beim ersten Einsatz plötzlich stumm. Es handelt sich um einen Hauseinbruch in Altdorf. Ulrich Giezendanner geht in Deckung und sagt: «Es ist für mich bewegend, wenn ich nicht weiss, ob in diesem Haus noch ein Gauner drin ist oder nicht». Kann Polizeiaspirant Giezendanner den Polizisten helfen, den Einbrecher zu verhaften?

Die Radarkontrolle am nächsten Tag ist dem Bussengegner Giezendanner peinlich. Geschwindigkeitsbussen sind für ihn Abzockerei. Ausnahmen darf der Nationalrat jedoch nicht machen, Gesetz ist Gesetz. Er erkennt: «Die Polizei muss ausführen, was die Politiker verbrechen».

Ulrich Giezendanner erhält bei seinem dreitägigen Einsatz einen ungeschminkten Einblick in den Polizeialltag. Er wird dabei nicht geschont und kommt an seine Grenzen.

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