«Die Aktentasche» von Isaac Bashevis Singer

Kohn, ein jiddischer Schriftsteller aus New York, hat sich während seines Junggesellenlebens einen unsichtbaren Harem von Verflossenen oder Verpassten angesammelt. Als er eine Gastprofessur an einer Universität im Mittleren Westen annimmt, gerät sein Alltag definitiv aus den Fugen.

Mann mit Aktentasche
Bildlegende: Colourbox

Der Schriftsteller Kohn ist vielbeschäftigt und stets unterwegs: Er arbeitet für eine Zeitung, schreibt Bücher, geht auf Vortragsreisen und hat eine Gastprofessur an einer Universität in der Provinz. Sein Leben organisiert er mit Hilfe seines Notizbuchs, dass voll ist mit Telefonnummern, Adressen und Namen. Dummerweise geht ausgerechnet dieses Büchlein verloren.

Mit: Felix von Manteuffel (Kohn), Gundi Ellert (Reisl), Herlinde Latzko (Sara), Marlise Fischer (Rosalie), und André Jung, Siggi Schwientek, Michaela Steiger, Ann Höling, Agnes Dünneisen, Angelika Schett, Ueli Jäggi, Norbert Schwientek

Aus dem Amerikanischen von Ellen Otten - Hörspielfassung und Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 1992 - Dauer: 58'

Isaac Bashevis Singer – 1902 in Leoncin (Polen) geboren, 1991 in Surfside/Florida gestorben – war ein polnisch-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Mit 22 Jahren begann Singer in Warschau für eine jüdische Zeitung zu schreiben. 1935 wurde er im amerikanischen Exil Redaktor der jiddischen Tageszeitung «Forverts - Jewish Daily Forward». Zu Beginn noch auf Hebräisch, schrieb Singer fortan auch seine Romane und Geschichten auf Jiddisch. Als erster und bislang einziger jiddischer Schriftsteller erhielt er 1978 für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur.

Redaktion: Johannes Mayr