«Prinzessin Turandot» von Wolfgang Hildesheimer

In diesem ironischen Hörspiel wandelt Wolfgang Hildesheimer ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht ab. Es geht nicht mehr um Rätsel, die gelöst werden müssen, sondern um ein Wortgefecht auf Leben und Tod, bei dem unterliegt, wer zuerst den Faden verliert.

Scherenschnitt: Eine Prinzessin
Bildlegende: Am Ende bleint Turandot nichts anders übrig als sich ihrem Schicksal zu fügen. SRF/Karin Dickel-Jonasch

Reihum tötet Prinzessin Turandot ihre adeligen Freier, wenn sie bei einer Befragung versagen. Doch einem falschen Prinzen glückt es, die stolze Prinzessin in Diskussion und Liebe zu besiegen. Der Prinz, der Turandot nach neunzehn hingerichteten Freiern endlich besiegt, ist in Wirklichkeit ein Abenteurer, genauer: ein Hochstapler. Der Sieger verschmäht die schöne Prinzessin. Liebe und Macht sind für ihn unvereinbar. Was er zurückweist, heimst ein anderer mühelos ein und diesmal bleibt Turandot nichts übrig, als sich darein zu fügen. Sie ist Opfer ihres Hochmuts und der Politik geworden. Bei Hildesheimer steht der gescheite Kopf mit Phantasie über dem Geburtsadel.

Mit: Blanche Aubry (Prinzessin Turandot), Alma Wallé (Liang, alte Sklavin), Milena von Eckardt (Pnina, junge Sklavin), Alfred Schlageter (Kaiser von China), Robert Tessen (Kanzler), James Mayer (Zeremonienmeister), Dietrich Haugk (falscher Prinz von Astrachan), Joseph Scheidegger (echter Prinz von Astrachan)

Musik: Hans Haug - Regie: Werner Hausmann - Produktion: SRF 1954 - Dauer: 64'

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Redaktion: Johannes Mayr