«Und noch eine Geschichte»: Zum 70. Geburtstag von Franz Hohler

Ob auf der Bühne oder zwischen Buchdeckeln: Franz Hohler ist der geborene Erzähler. Parallel zu seiner Karriere als Kabarettist hat er auch immer literarische Texte publiziert. Viele davon sind kurz, knapp, prägnant. Zum 70. Geburtstag des Autors gibt es sie jetzt als Mini-Hörspiele zu entdecken.

Franz Hohler und sein Cello bei einem Auftritt 1997.
Bildlegende: Franz Hohler und sein Cello bei einem Auftritt 1997. keystone

Das handelnde Personal ist nicht von der üblichen Sorte: ein Schwamm, ein Stroh, ein Kurzschluss, eine Badewanne. Oder sogar eine oberschlaue Lawine kurz «Schlawine» genannt. Auch Tiere verschiedenster Gattungen haben ihren Auftritt. Und hie und da blinzelt eine verzauberte Prinzessin um die Ecke.

Franz Hohlers Reich ist das phantasievolle Fabulieren, und dennoch sind seine Geschichten ganz von dieser Welt, voller Witz und Hintersinn. Geschichten, die zum Schmunzeln bringen und zum Nachdenken anstiften. Seine kürzeste Geschichte besteht aus einem Satz, länger als 5 Seiten ist praktisch keine.

Leichthändig wie kaum ein anderer beherrscht der Schriftsteller Hohler die kurze Form, das Spiel mit der Einfachheit, das doch so anspruchsvoll und komplex ist. Und er bereichert so die Welt mit seinen vertrackt-vergnüglichen Erzähl-Kunst-Stückchen, die Kindern wie Erwachsenen im Sinn bleiben wie sonst nur unsterbliche Melodien.

Zum 70. Geburtstag von Franz Hohler am 1. März 2013 hat Margret Nonhoff eine Auswahl der Geschichten zusammengestellt und einige davon als Kurz-Hörspiele auf Dialekt bearbeitet.

Mit: Peter Fischli, Dinah Hinz, Peter Kner, Sonja Riesen, Jonas Rüegg, Päivi Stalder, Isabel Schaerer, Margret Nonhoff, Reto Ott, Fritz Zaugg, Lukas Holliger, Joschi Kühne, Elisabeth Stäheli

Musik: Martin Bezzola - Hörspielbearbeitung und Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2013, Dauer: 46'

Zweitausstrahlung: Montag, 4.3.2013, 14.00 Uhr, SRF 1

Diese Produktion kann während 30 Tagen nach dem Sendedatum integral nachgehört werden.

Redaktion: Margret Nonhoff, Reto Ott