Berner Symphonieorchester: Klangskulptur und Todesklage

Musik spannt Räume auf, die jeder Zuhörer, jede Zuhörerin für sich in der Phantasie durchschreiten kann – so etwa in den Klangströmen der Schweizer Komponistin Cécile Marti.

Das Profil einer Jungen Frau mit langen Haaren.
Bildlegende: Cécile Marti komponierte ihre sieben Orchesterstücke nach dem Vorbild der sieben Museggtürme in der Stadt Luzern. © Suzie Maeder

Die 1973 in Zürich geborene Musikerin denkt bei ihren Klang-Architekturen auch an konkrete Bilder, nämlich an die sieben Museggtürme in der Stadt Luzern. Wie jeder dieser Türme haben auch ihre sieben Orchesterstücke ihre jeweils eigene Charakteristik, sind aber auch miteinander verbunden. Den musikalischen «Turm Nummer 1» hat das Berner Symphonieorchester letzten Herbst erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Und ihm ein anderes Werk entgegengestellt, das ebenfalls wie ein Monument wirkt: Johannes Brahms‘ grosses Requiem.

Cécile Marti: Teil I aus dem Orchesterzyklus «Seven Towers» (Oeuvre Suisse # 16, UA)
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Berner Symphonieorchester
Mario Venzago, Leitung
Rachel Harnisch Sopran
Andrè Schuen, Bariton
Ensemble Corund

Konzert vom 1. Oktober 2015, Kulturcasino Bern

Erstausstrahlung: 21.01.16

Redaktion: Roland Fleig