Zwillingsboom - Die doppelte Herausforderung für alle

Im Bus, im Nachbarhaus, in der Klasse des Sohnes – immer häufiger trifft man auf Zwillingskinder. In der Schweiz gibt es doppelt so viele Zwillingsgeburten wie vor 40 Jahren, Tendenz steigend. Trotzdem: Zwillinge sind nach wie vor ein medizinisches Risiko – und fordern uns als Gesellschaft.

Zwillinge
Bildlegende: Die zweieiigen Zwillinge Janis und Lukas kamen zwei Monate zu früh zur Welt. In der Sendung «Input» erzählen die Eltern über den schweren Start ins Leben. zvg

Die Fakten zum Zwillingsboom:

  • Heute ist jede 53. Geburt eine Zwillingsgeburt. Das sind doppelt so viele wie vor 40 Jahren, Tendenz steigend.
  • Grund für den Zwillingsboom: Die Frauen werden immer älter Mütter. Heutzutage sind zwei Drittel der Frauen, die Kinder bekommen, über 30 Jahre alt. Ab 30 ist die Chance – oder das Risiko – Zwillinge zu bekommen deutlich höher. Dies aus zwei Gründen:
  1. Um 36 Jahre haben Frauen hormonell bedingt häufiger doppelte Eisprünge.
  2. Je älter die Frauen sind, desto schwieriger ist es ohne nachzuhelfen schwanger zu werden. Deshalb unterziehen sich immer mehr Frauen künstlichen Befruchtungen und Hormontherapien. Daraus resultieren häufig Zwillinge.
  • 60% der Zwillinge kommen zu früh auf die Welt, bei Einlingsgeburten sind es zehn Mal weniger, also lediglich 6%. Zwillingsschwangerschaften gelten deshalb immer als Risikoschwangerschaften.
  • 30 - 40% der zu früh geborenen Zwillinge haben später im Leben Mühe in ihrer Entwicklung und brauchen gezielte Unterstützung durch Frühförderung, Physiotherapie, Logopädie, Nachhilfeunterricht o.ä.
  • Die Säuglingssterblichkeit ist bei Zwillingsgeburten 5-6 Mal höher.

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Moderation: Nicole Besmer, Redaktion: Nicole Besmer