«Isolde» und Nachrichtendienstgesetz

  • Montag, 11. Juli 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 11. Juli 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 11. Juli 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

«Big Brother» erscheint plötzlich nicht mehr gar so fiktiv. Spätestens seit die Datensammelwut der «NSA» publik wurde, beschäftigt sich eine breitere Oeffentlichkeit mit realen Geheimdiensten.

Geheimdienste sind das Thema heute in «Kontext»: Wie die Schweizerin Emmy Rado (Codename «Isolde») in den USA den Vorläufer der CIA mit aufbaute; wie der ehemalige US-Geheimdienstmann William Binney abwägt zwischen Terrorbekämpfung und Wahrung der Privatsphäre; und welche Möglichkeiten der NDB, der Schweizer Geheimdienst, bekäme, wenn am 25. September die Stimmberechtigten das neue Nachrichtendienstgesetz annehmen sollten.

Beiträge

  • Emmy Rado war an der Entstehung CIA beteiligt.

    Emmy Rado: Eine Schweizerin baute CIA-Vorläufer mit auf

    Die Gründung des amerikanischen Auslandsgeheimdiensts geht auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Die Schweizerin Emmy Rado war an der Entstehung der Organisation beteiligt, aus der die CIA werden sollte.

    Emmy Rado trug den Codenamen «Isolde». Annäherung an eine aussergewöhnliche Frau.

    Andreas Tobler

  • William Binney bei seiner Aussage vor dem Bundestag im Juli 2014.

    William Binney: Geheimdienst-Kritiker von innen

    Eine zentrale Aufgabe heutiger Geheimdienste ist es, Terroranschläge zu verhindern. Dazu sammeln und beschaffen die Geheimdienste Informationen, was mit dem Recht auf Privatsphäre kollidiert. Hier das Bedürfnis nach Sicherheit, dort die Freiheitsrechte.

    Einer der sich mit diesem Spagat auskennt, ist William Binney. Der Mathematiker und Code-Knacker arbeitete 32 Jahre lang für die «National Security Agency», die NSA. Ende Oktober 2001 quittierte er den Dienst - aus Protest gegen die Datensammelpraxis der NSA - und wurde zum Whistleblower.

    Andreas Tobler

  • Das neue Nachrichtendienstgesetz bestimmt, was der Nachrichtendienst des Bundes darf.

    NDG und NDB

    Ende September stimmt die Schweiz über ein neues Nachrichtendienstgesetz ab. Es legt fest, was der Nachrichtendienst des Bundes darf und was nicht.

    Was er technisch kann, erklärt Rechtsanwalt Martin Steiger von der «Digitalen Gesellschaft». Wie die demokratische Kontrolle funktioniert, erläutert Ständerat Claude Janiak (SP, BL).

    Raphael Zehnder

Autor/in: Andreas Tobler und Raphael Zehnder, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Cornelia Kazis