Umberto Giordano: Andrea Chénier

Leidenschaft pur für Startenor Jonas Kaufmann: Als humanistischer Idealist singt er sich in Umberto Giordanos Operndrama bis unter die Guillotine.

Es ist die Zeit der französischen Revolution, der Dichter Andrea Chénier steht zwischen den Fronten; schreibt Gedichte gegen den Adel, mag aber auch nicht den Jakobinern zu Diensten stehen.

Der musikalische Schlüsselfaktor in Chéniers tragischer Geschichte ist für Jonas Kaufmann die Leidenschaft: «Die Musik ist dermassen mit Gefühlen aufgeladen, man muss aufpassen, sich nicht darin zu verlieren, nicht zu viel zu tun, nicht zu viel zu geben, denn all diese Melodien sind so eine grosse Einladung, sich die Seele aus dem Leib zu singen. Jede Notenlinie ist so perfekt, dass es eine Freude, ein grosses Vergnügen ist, sie zu singen, aber man muss natürlich überleben.»

Orchester und Chor des Royal Opera House
Antonio Pappano, Leitung
Jonas Kaufmann, Tenor (Andrea Chénier)
Zeljko Lucic, Bariton (Carlo Gérard)
Eva-Maria Westbroek, Sopran (Maddalena de Coigny)
Denyce Graves, Mezzosopran (Bersi)
Rosalind Plowright, Mezzosopran (La comtesse de Coigny)
Peter Coleman-Wright, Bass (Pietro Fléville)
Adrian Clarke, Bariton (Mathieu)
Peter Hoare, Tenor (Abbé)
Carlo Bosi, Tenor (Incredibile)
Roland Wood, Bass (Roucher)
Jeremy White, Bass (Schmidt)
Elena Zilio, Mezzosopran (Madelon)
Eddie Wade, Bass (Fouquier-Tinville)

Aufführung vom 31. Januar 2015, Royal Opera House Covent Garden, London

Redaktion: Elisabeth Baureithel