Zum 100. Geburtstag von Henri Dutilleux

Henri Dutilleux ist der grosse französische Komponist zwischen Olivier Messiaen und Pierre Boulez. Eine eigenständige Figur, die längst zum Klassiker geworden ist.

Denn Dutilleux‘ Werke (die nicht umfangreich an der Zahl, aber qualitativ höchststehend sind) sind längst in den Musikkanon übergegangen. Sein Cellokonzert etwa, das er für Mstislav Rostropowitsch schrieb und das sich auf ein Gedicht von Charles Baudelaire bezieht: Es nimmt uns mit in eine in Klang gefasste Traumwelt, verführerisch und rätselhaft.

Neben den Klassikern Claude Debussy und Maurice Ravel kommt in diesem Konzert auch Musik des Lausanners Richard Dubugnon zu Gehör, der die Klangsinnlichkeit der französischen Musiktradition in unsere Zeit weiter trägt. Seine «Arcanes symphoniques» sind «geheime» (bzw. geheimnisvolle) musikalische Verläufe, die ihre Inspiration aus dem Tarot beziehen. Die «Wahrsager»-Karten haben Dubugnon zu schillernden Klang-Skulpturen inspiriert.

Maurice Ravel: Valses nobles et sentimentales
Henri Dutilleux: Tout un monde lointain. Cellokonzert
Richard Dubugnon: Arcanes symphoniques op. 30 (Ausschnitte, UA der Version 2015)
Claude Debussy : La Mer. 3 Sinfonische Skizzen

Orchestre de la Suisse Romande
Jonathan Nott, Leitung
Truls Moerk, Violoncello

Konzert vom 9. Dezember 2015, Victoria Hall Genf

Redaktion: Norbert Graf