«Mit Bödelen wurden Frauen umworben»

Brauchtum

Es ist ein alter Brauch, der auf den Tanzbühnen immer mehr verschwindet: das Bödele. Dem will das Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, das Roothuus Gonten, mit einem Kurs entgegenwirken. Dabei werden auch die regionalen Unterschiede beim Bödele aufgezeigt.

Porträt einer jungen Frau, die eine Geige in der Hand hält.
Bildlegende: Barbara Betschart, Geschäftsführerin vom Roothuus Gonten, macht Mut zum «bödele». zvg

Das Bödelen ist ursprünglich ein Werbetanz. Bödelen bedeutet das rhythmische Schlagen, Klopfen und Stampfen mit den Füssen auf den Boden im Takt zur Musik, ähnlich wie beim Schuhplattler oder Stepptanz.

Um dieses alte Brauchtum zu erhalten, bietet das Roothuus Gonten einen Bödele-Kurs, der sich auch den regionalen Unterschieden widmet. Im Appenzellerland zum Beispiel «bödelet» man eher ruhig, während es im Toggenburg oder der Innerschweiz ziemlich wild zu und her gehen kann.

Moderation: Joël Gilgen, Redaktion: Sämi Studer