Gehirnjogging – was hilft wirklich, unser Gehirn fit zu halten?

Die Menschheit wird immer älter. Laut Prognosen soll der Anteil der über 60-Jährigen bis 2050 von 12 auf 21 Prozent steigt. Allerdings nimmt die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns ab 60 deutlich ab. Mit einer vielseitigen Lebensweise lässt sich das Gehirn aber fit halten.

Mann löst ein Rätsel.
Bildlegende: Wer nur Rätsel löst ist auf dem Holzweg. Ein abwechslungsreiches Leben hält das Hirn besser fit. Colourbox

Martin Meyer, Assistenzprofessor für Plastizitäts- und Lernforschung des gesunden Alterns an der Universität Zürich sagt, die vielseits angepriesenen Gehirnjogging-Übungen helfen nicht. Wer diese Aufgaben löst, verbessert lediglich seine Fähigkeit, diese bestimmten Aufgaben zu lösen, aber nicht generell die Hirnleistung. Besser sind folgende Tipps:

  • Vielseitiges Leben führen
  • Musik machen. Dabei werden im Hirn verschiedene Regionen aktiviert (Hören, Sehen, Koordination, Emotionen).
  • Bewegen. Moderates, aerobes Training wie Velofahren oder Nordic Walking hält auch das Hirn fit.
  • Sozial aktiv sein. Wer sich mit anderen Menschen in einem Chor oder zum Walken trifft oder einen Hund hält erhöht den Trainings-Effekt.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sandra Witmer