Umstrittene Milch: Hören Sie auf Ihren Körper

Stärkt sie unsere Knochen oder provoziert sie gar Krankheiten? Die Auswirkung der Milch auf unseren Körper ist umstritten. Klar ist: Die Milch ist kein gewöhnliches Nahrungsmittel. Wir haben uns die Milchverträglichkeit vor mehreren tausend Jahren an- und seither nicht mehr abgewohnt.

Ein «Gutsch» Milch fliegt durch die Luft.
Bildlegende: Milch ist kein gewöhnliches Lebensmittel: Es ist ein weisser Saft mit einem biologischen Auftrag. colourbox.com

«Milch ist ein wichtiger Kalziumlieferant, wir trinken eher zu wenig davon», «Milch ist ein Wachstumselixier, sie lässt auch Krebszellen wachsen», «Milch kann nicht schlecht sein, sonst könnten wir sie nicht vertragen», «Milch schwächt unser Immunsystem und verändert den Stoffwechsel» – beim Thema Milch sind sich auch Fachleute nicht einig.

Ernährungsberaterin Helena Kistler gibt folgende Tipps zum Milchkonsum:

  • Milch und Milchprodukte können weggelassen oder reduziert werden: Wer dies tut, muss die Inhaltsstoffe, vor allem das Kalzium und das Eiweiss, mit anderen Lebensmitteln zu sich nehmen. Mineralwasser, grünes Gemüse oder Nüsse sind gute Kalzium-Lieferanten. Achten Sie auf eine ausgewogene und vielseitige Ernährung.
  • Körper beobachten: Die meisten Mittel- und Nordeuropäer vertragen Milchprodukte, nur wenige haben eine Milchallergie. Eine Sensibilität kann auch temporär auftreten.
  • Milchkonsum variieren: probieren Sie eine andere Milch aus einer anderen Produktion aus oder verringern Sie während einer gewissen Zeit Ihren Milchkonsum.
  • Ernährungstipps sind nicht allgemeingültig: Was für Sie gilt, muss für andere nicht das Richtige sein.

Redaktion: Brigitte Wenger