Was ist postmigrantisches Theater?

  • Mittwoch, 18. Februar 2015, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 18. Februar 2015, 10:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 18. Februar 2015, 22:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Seit Shermin Langhoff die Leitung des Maxim Gorki Theater in Berlin übernommen hat, brummt das Haus. Es hagelt Auszeichnungen und Festivaleinladungen und das Publikum kommt zahlreich, weil es sich angesprochen fühlt. Ein Besuch.

Shermin Langhoff debattiert an einer Pressekonferenz mit einem Mikrofon in der Hand.
Bildlegende: Shermin Langhoff setzt sich auch ausserhalb des Theatersaals für migrationspolitische Themen ein. Hier bei einer Pressekonferenz des RAV (Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.). Imago/Christian Ditsch

Es ist die Realität, nicht nur in Berlin. Ein immer grösserer Teil der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Beim deutschsprachigen Theater hat sich diese Wirklichkeit aber lange nicht gespiegelt.

Geändert hat sich das, als Shermin Langhoff vor fünf Jahren ein kleines Theater in Kreuzberg zu einem postmigrantischen Theater gemacht hat: Einem Theater, das Künstlern und Künstlerinnen der zweiten und dritten Generation einen Ort gibt und Geschichten aus der Perspektive derjenigen erzählt, die bislang auf den grossen Bühnen des deutschen Theaters nicht vorgekommen sind. Diese Erfolgsgeschichte setzt sie nun am Maxim Gorki Theater fort.

Autor/in: Dagmar Walser