Blas mer i d Schue!

«Em Tüüfel ab em Chare gheie». «Das geit uf ke Chuehut». «Es isch gnue Höi dunger». Beim Sprechen im Alltag verwenden wir gerne solche Redensarten. Aber woher kommen sie? Was war ihre ursprüngliche Bedeutung?

Christian Schmid
Bildlegende: Christian Schmid SRF

Der pensionierte Schnabelweid-Redaktor Christian Schmid erläutert in seinem neuen Buch die Herkunft und Bedeutung von 75 Redensarten.

Die Bildergalerie der Sprache
Redensarten sind die Bildergalerie der Sprache, schreibt Schmid im Vorwort. Tatsächlich zeichnet eine Redensart immer ein starkes Bild, das etwas Kompliziertes oder Abstraktes auf den Punkt bringt und vereinfacht. Wenn jemand sagt: «I ha mi gfüült wie s föifte Raad am Waage», dann drückt dies eindrücklich aus, wie überflüssig man sich fühlt, denn ein Wagen braucht nun mal nur vier Räder.

«Häftlimacher»? «Chuehut»?
Bei vielen Redensarten erschliesst sich die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr automatisch, weil ihr konkreter Bezug verloren gegangen ist. Was ist ein «Häftlimacher»? Warum geht etwas auf eine «Chuehut» - oder eben gerade nicht? Von welchem «Oben» geht das Heu hinunter, bis eben «gnue dunge» ist? Und warum hat der Teufel einen Karren?

Für eine Stunde kehrt die frühere Schnabelweid-Stimme in die Mundartsendung zurück. Christian Schmid erläutert im Briefkasten Fragen von Hörerinnen und Hörern zu Redewendungen. Ausserdem bespricht er mit Markus Gasser ausführlich sein neues Buch.

«Blas mer i d Schue» von Christian Schmid (Cosmos Verlag)

Moderation: Marietta Tomaschett, Redaktion: Markus Gasser und Christian Schmid