Segel hissen, Cevapcici essen

Jann Hoffmann und Philippe Gerber sind geistig bereits in den Ferien. Sie träumen von einem Segeltörn in Kroatien. Ganz real ist hingegen ihr Menü:  als kulinarische Einstimmung auf die Ferien gibt`s Cevapcici.

Gerberic und Hoffmanovic kochen sich mit Cevapcici in Ferienstimmung.
Bildlegende: Gerberic und Hoffmanovic kochen sich mit Cevapcici in Ferienstimmung. SRF

Cevapcici sind das Gegenstück zum hiesigen Hacktätschli. Ähnlich wie das Hacktätschli erfreuen sich Cevapcici in Südosteuropa ebenfalls praktisch flächendeckender Beliebtheit. Vom kleinen Nachwuchs-Matrosen über den Schiffkapitän bis zum Senioren-Offizier die Cevapcici schmecken alle an Bord unseres imaginären Segelschiffes.

Je nach Fleischvorlieben besteht das Hackfleisch-Röllchen aus  Lamm, Schwein oder Rind (respektive einer Mischung daraus). Die Küchen-Magie beginnt beim Würzen. Jann Hoffmann stellt Knoblauch, Cayennepfeffer und Kreuzkümmelpulver bereit und beginnt Koriandersamen zu mörsern.

Duft aus 1001 Nacht
«Koriandersamen die fehlen in meinem Haushalt», konstatiert Philippe Gerber. Aber kaum steigt ihm der Duft von frisch gemörserten Koriandersamen wie ein olfaktorischer Gruss aus 1001 Nacht in die Nase, ist für ihn klar: ein Mörser und Koriandersamen heben eine Hobby-Küche aufs nächste Level.

(Ein Hinweis für Skeptiker: Koriandersamen sind nicht gleichzusetzen mit Koriander. Wer frischem Koriander nicht abzugewinnen vermag, kann Koriandersamen dennoch heiss lieben.) Schliesslich würzt Jann Hoffmann die Hackfleischmasse auch noch mit etwas Zimt.

Ab ans Meer!
Wer es lieber feurig mag, könnte jetzt auch noch fein gehackten Chili beifügen. Das ganze Aroma entfaltet sich beim Braten oder Grillieren der Cevapcici. Smut Hoffmann und Kombüsen-Helfer Gerber verkosten mit nautischer Präzision die knusprigen Cevapcici-Würstchen und befindet unisono:

«Schliesst man die Augen und beisst in diesen kulinarischen Feriengruss, ist das Meer plötzlich ganz nah.» Wir lichten den Anker und segeln in den Sonnenuntergang.

Hier gehts zum Video-Rezept.

Autor/in: Robin Alder