Frankreichs Politiker zittern vor Mediapart

Nicolas Sarkozy, Christine Lagarde und Jérôme Cahuzac haben etwas gemeinsam: Gegen alle drei ehemaligen Politiker ermittelt derzeit die französische Staatsanwaltschaft. Und alle drei Verfahren ins Rollen gebracht hat die französische Onlinezeitung Mediapart. 

Jérôme Cahuzac bei seinem Rücktritt am 20. März 2013
Bildlegende: Jérôme Cahuzac bei seinem Rücktritt am 20. März 2013 Keystone

Sarkozy wird beschuldigt, er habe illegale Parteispenden angenommen. Christine Lagarde soll dem Geschäftsmann und Politiker Bernard Tapie zu einer Millionen-Entschädigung aus der Staatskasse verholfen haben. Und Cahuzac besass als Budgetminister ein illegales Konto in der Schweiz.

Alle drei Affären hat die junge französische Onlinezeitung Mediapart aufgedeckt, ein Portal, das es erst seit fünf Jahren gibt.

Wie schafft es Mediapart immer wieder solche Coups zu landen?  Mit einer guten journalistischen Nase und harter Recherche-Arbeit, sagt unser Frankreich-Korrespondenten Ruedi Mäder im Gespräch.

Autor/in: Nicoletta Cimmino, Redaktion: Barbara Peter