Verbot des umstrittenen Mittels Streptomycin

Gegen den Feuerbrand bei Obstbäumen gibt es seit Jahren ein wirkungsvolles Mittel: Streptomycin. Das Mittel ist allerdings seit Jahren umstritten. Deshalb verbietet der Bund jetzt den Einsatz von Streptomycin.

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  • «Feuerbrand ist weniger schlimm als die Folgen von Streptomycin»

    Der Bund hat den Einsatz von Streptomycin bislang jeweils nur jahresweise bewilligt. Erstmals dürfen die Obstproduzenten das Mittel nicht mehr einsetzen.

    «Es gibt inzwischen genügend andere Alternativen, um den Feuerbrand zu bekämpfen», sagt Jürg Jordi, Mediensprecher beim Bundesamt für Landwirtschaft. Zudem seien inzwischen auch Apfelsorten gezüchtet worden, die resistent seien gegen Feuerbrand, so Jordi weiter.

    Matthias Heim

  • «Das letzte Mittel gegen Feuerbrand fällt jetzt weg»

    Die Obstproduzenten hätten bislang Streptomycin zurückhaltend eingesetzt, so Georg Bregy, Direktor von Swissfruit. In diesem Verband sind rund 13'000 Betriebe zusammengeschlossen, die Obst produzieren oder verarbeiten.

    Georg Bregy gibt zudem zu bedenken, dass «die Produzenten Streptomycin weiterhin gerne als letztes Mittel zur Hand gehabt hätten».

    Matthias Heim

Autor/in: Matthias Heim