Wie leben Eritreerinnen und Eritreer in der Schweiz?

20'000 Eritreerinnen und Eritreer leben in der Schweiz. Unter den Ayslsuchenden sind sie die grösste Gruppe, viele werden dauerhaft hier bleiben. Dennoch wissen wir wenig über sie. Im Schwerpunkt auf SRF 4 News erzählen sie von ihrer Flucht und vom neuen Leben, das sie hier begonnen haben.

Beiträge

  • «Ich wollte meine eigene Zukunft haben»

    Robel Kahsay ist 36-jährig, er führt in Bern einen Quartierladen. Seine Flucht vor bald 20 Jahren war lebensgefährlich. Bedauert hat er sie aber nie.

    Anneliese Tenisch

  • «Die Leute kommen mit gewissen Vorstellungen in die Schweiz»

    Hans-Peter Harlacher leitet im Auftrag der Caritas seit vielen Jahren das Durchgangszentrum Degenbalm im Kanton Schwyz. Die meisten Flüchtlinge dort stammen aus Eritrea. Im Gespräch erzählt er von seinen Erfahrungen mit eritreischen Flüchtlingen.

    Anneliese Tenisch

  • «Wer im Militärdienst ist, hat keine Lebensperspektive»

    Eritrea verpflichtet seine Bürger seit 2003 quasi zum endlosen Kriegsdienst. Diesen unbefristeten Militärdienst geben die meisten Eritreer denn auch als Hauptgrund für ihre Flucht an.

    Nicole Hirt ist Eritrea-Expertin am GIGA-Institut für Afrika-Studien in Hamburg und schildert im Gespräch, wie präsent das Militär in Eritrea ist.

    Anneliese Tenisch

  • «Im Altersheim bin ich akzeptiert, es ist mein Zuhause»

    Die 35-jährige Selemawit Haile lebt seit 9 Jahren in der Schweiz und arbeitet im Kanton Aargau als Fachfrau Gesundheit in einem Alterszentrum. Sie möchte nicht mehr über ihre Vergangenheit in Eritrea reden und sagt, der Tag, an dem sie in der Schweiz kam, sei ihr Geburtstag.

    Anneliese Tenisch

  • «Es flüchtet niemand einfach so, um ein besseres Leben zu haben»

    Pheben Ashgedom: Sie lebt seit 1979 in der Schweiz, kam als Kind zusammen mit ihrer Mutter hierher.Pheben Ashgedom arbeitet als Übersetzerin für Tigrinya und Deutsch - sie ist Kulturvermittlerin und führt Integrationskurse durch.

    Anneliese Tenisch

  • «Meine Heimat ist Bern, meine Eltern sind ziemlich schweizerisch»

    Metkel Yosief ist 22-jährig und studiert Jus an Universität Bern. Er ist in der Schweiz geboren, seine Eltern sind vor mehr als 20 Jahren aus Eritrea geflüchtet. Yosief sagt: «Ich träume von einer Zukunft in Eritrea - wo alle Menschen friedlich miteinander leben können.»

    Anneliese Tenisch

  • «Rückschaffungen nach Eritrea sind nicht zumutbar»

    Martin Reichlin arbeitet beim Staatssekretariat für Migration. Er sagt: «Rückschaffungen von Asylsuchenden nach Eritrea sind nicht zumutbar. Denn zum Beispiel Desertion wird mit fünf Jahren bestraft, es gibt Fälle von Exekutionen und Folter.»

    Anneliese Tenisch