Die kleine Schweiz im grossen Weltall

Noch vor der US-Flagge wurde bei der Mondlandung 1969 ein Schweizer Stoff ausgerollt: Ein Sonnensegel entwickelt von der Universität Bern. Dies war der Startschuss der heute 50-jährigen Schweizer Weltraumforschung. Der «Treffpunkt» sucht nach vergangenen und künftiger Schweizer Spuren im Weltall.

Wissenschaftler hält einen Zylinder in den Händen. Daneben das Sonnensegel, welches 1969 auf dem Mond war.
Bildlegende: Der Berner Physikprofessor Johann Geiss, Erfinder des Sonnensegels, welches auf dem Mond war. Keystone

«Es ist unglaublich zuzuschauen, wie ein von uns über Jahre entwickeltes Teil auf dieser konstruierten Explosion ins All schiesst!» sagt Nicolas Thomas, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern – und meint damit den Start von Raumsonden, die häufig auch Schweizer Forschungsinstrumente mittragen. Massenspektrometer oder hochauflösende Kameras zum Beispiel, welche wichtige Daten zum Ursprung unseres Sonnensystems liefern.

Weltraummission von Schweizer geleitet

Die kleine Schweiz ist in Sachen Weltraumforschung weit vorne mit dabei. Und wird dies auch in Zukunft bleiben: Ende 2018 wird ein erstes Mal eine Weltraummission von einem Schweizer geleitet: Die Mission «CHEOPS» will Exoplaneten vermessen und so nach möglichem Leben ausserhalb unseres Sonnensystems suchen.

Sammeln für ein Weltraum-Museum

Die Frage nach weiterem Leben im All beschäftigt auch Guido Schwarz, Kurator und Sammler von weit über 1000 Weltraum-Objekten. In der Sendung «Treffpunkt» zeigt er Stücke aus seiner Sammlung, die von Astronauten-Windeln bis zur Replika eines Apollo-Cockpits reichen. Neben der Gründung eines ersten Schweizer Weltraum Museums, welches er auf 2019 angesetzt hat, wünscht er sich auch selbst, einmal im Leben an Bord einer Rakete zu sitzen. Wer nicht?

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Guido Schwarz

12 min, aus Aeschbacher vom 4.4.2013

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Patricia Banzer