Geothermie – Die Wärme aus dem Boden

In der Schweiz wird wieder in die Tiefe gebohrt. Heisses Wasser, 4'500 Meter unter dem Sittertobel, soll dereinst die Hälfte der Stadt St.Gallen mit Fernwärme versorgen und Strom für 2'000 bis 3'000 Haushalte liefern.

Hier wird nach heissem Wasser im Erdinnern gebohrt: Werkplatz mit Bohrturm im Sittertobel St.Gallen.
Bildlegende: Hier wird nach heissem Wasser im Erdinnern gebohrt: Werkplatz mit Bohrturm im Sittertobel St.Gallen. Keystone

Das Verfahren in St.Gallen ist anders als in Basel, wo vor sechs Jahren bei Bohrungen die Erde bebte. In Basel wurde unter grossem Druck Wasser in die Tiefe gepresst. Im Sittertobel erwarten Geologen, dass die Gesteinsschichten bereits warmes Wasser mit sich führen. Der «Treffpunkt»-Reporter meldet sich live vom Bohrloch in St.Gallen.

Wir blicken auch über die Landesgrenze ins Süddeutsche Staufen. Dort wurde vor sechs Jahren fehlerhaft in die Tiefe gebohrt. Seither hebt sich unter der Altstadt der Boden. Aktuell vier Millimeter pro Monat. Gewaltige Schäden sind die Folgen. 

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Krispin Zimmermann