Retten Hängebrücken und Rodelbahnen den Tourismus in den Bergen?

Seilparks, Hängebrücken, Trottinett-Abfahrten und Rodelbahnen wachsen in der Schweiz wie Unkraut aus dem Boden. Bergregionen übertrumpfen sich jährlich gegenseitig mit neuen Angeboten und Attraktionen. Aber braucht es solche Angebote wirklich?

Eine Person klettert in einem Seilpark über eine hängende Leiter
Bildlegende: In den Schweizer Bergen gibt es bereits zahlreiche Seilparks. Es hat aber noch Platz für mehr derartige Angebote, sind sich Touristiker einig. Keystone

In Zeiten von starkem Franken und fehlendem Schnee stagniert das Wintergeschäft in den Schweizer Bergen. Wenn Berg-Toursimusgebiete wachsen wollen, müssen sie dies im Sommer tun, sind sich Touristiker einig. «Es geht darum, ein vielfältiges Angebot für vielfältige Kundschaft zu schaffen», fasst Tourismus-Professor Christian Laesser von der Universität St. Gallen zusammen. Bergsport- und Naturverbände haben aber keine Freude an den Attraktionen. «So lange ein Angebot bildenden Charakter hat, finden wir es ok. Wenn es aber nur um das Erlebnis geht, dann nicht», sagt Katharina Conradin, Geschäftsleiterin der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness.

Und was finden Sie? Gehören Trottinetts- und Seilparks in die Berge? Schreiben Sie unten ins Kommentarfeld.

Die Gäste im «Treffpunkt»

  • Karin Frick, Leiterin Forschung Gottlieb-Duttweiler-Institut
  • Christian Laesser, Professor für Tourismus und Dienstleistungen Universität St. Gallen
  • Roger Meier, Geschäftsleiter Bergbahnen Atzmännig AG
  • Katharina Conradin, Geschäftsleiterin Mountain Wilderness

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Sandra Witmer