Penicillin - Eine Erfolgsgeschichte mit Nebenwirkungen

  • Samstag, 27. Februar 2016, 13:03 Uhr
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Penicillin ist einer der wohl wichtigsten Wirkstoffe des 20. Jahrhunderts: Mit ihm begann die Erfolgsgeschichte der Antibiotika, die Abertausenden das Leben retteten. Vor 75 Jahren wurde Penicillin erstmals einem Menschen verabreicht. Doch der Erfolg hat auch Nebenwirkungen: die resistenten Keime.

Der Entdecker des Penicillins: Alexander Fleming in einer Aufnahme von 1952.
Bildlegende: Der Entdecker des Penicillins: Alexander Fleming. Keystone

Es war vor 75 Jahren: Im Februar 1941 lag der britische Polizist Albert Alexander im Sterben, nachdem er sich im Gesicht verletzt und eine Blutvergiftung erlitten hatte. Die bekannten Medikamente nützten nichts. Am 12. Februar 1941 verabreichte ihm der Arzt Charles Fletcher Penicillin. Das neue Medikament – ein Antibiotikum – war bisher erst an Mäusen getestet worden. Der Polizist Alexander erholte sich und das Fieber ging vorbei: Alexander sprach auf das neue Medikament Penicillin an.

Doch nach wenigen Tagen war der Penicillin-Vorrat aufgebraucht. Ein Monat später starb Alexander. Trotzdem war damit die Wirksamkeit von Penicillin belegt. Es begann die Erfolgsgeschichte eines der wichtigsten Medikamente des 20. Jahrhunderts.

Dieser Erfolg von Antibiotika ist es gleichzeitig, der die Medizin heute vor Schwierigkeiten stellt: immer mehr Bakterien sind resistent gegen ein Antibiotikum - oder gar gegen mehrere Antibiotika-Wirkstosse: die sogenannten multiresistenten Keime.

Gast in der Zeitblende ist Christoph Friedrich, Professor an der Philipps-Universität in Marburg und Direktor des dortigen Instituts für die Geschichte der Pharmazie.

Moderation: Lukas Mäder