Atlas der abgelegenen Inseln

Judith Schalansky Ein musikalisches Hörspiel von Thom Luz

Medium: CD
Dauer: 53 Min.
Original: Deutsch
Produktion: 2016
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Atlas der abgelegenen Inseln

Vor ein paar Jahren hat sich die Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky
aufgemacht, die Welt zu entdecken. Jede Küste, jedes Eiland ist betreten, vermessen
und in Besitz genommen worden. Aber Judith Schalansky ist aufgewachsen als «Atlas-
Kind», ihre Liebe gilt den kartografischen Werken, die uns in Form einer ebenso abstrakten
wie ästhetischen Darstellung die fernen Welten nahe zu bringen versuchen.
Dabei ist Sie bis an die Ränder des Erdkreises vorgestoßen, zu fünfzig abgelegenen
Inseln: «Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde». Inseln, die sich – weit
entfernt von jeder Bounty-Romantik – aus der rauen See erheben, abweisend und
karg die allermeisten. Und es haben sich auf ihnen schreckliche Begebenheiten zugetragen.
Denn die Faszination der Entdecker verkehrte sich nur allzu oft in Entsetzen.
«Das Paradies mag eine Insel sein», schreibt Judith Schalansky. «Die Hölle ist es auch.»

Thom Luz hat diese Ambivalenz aufgenommen und sie in eine faszinierende musiktheatralische
Installation übersetzt. Spielort war ein Jugendstil-Treppenhaus, die
sogenannte «Cumberlandsche Galerie» im Schauspielhaus Hannover. Hier sassen die
Zuschauer auf drei Stockwerke verteilt, wie im Innern eines Luxusliners von vor
hundert Jahren. Und sie wurden mitgenommen auf eine Reise, die vor allem auch eine
Klang- und Hörreise war. Eine vielschichtige Komposition aus Stimmen, Geräuschen
und musikalischen Fragmenten – wie nicht von dieser Welt.