Bertrand Piccard - Das Leben als Ballonfahrt

Bonusfilm: Pionierfamilie Piccard

Medium: DVD
Dauer: 100 Min. (mit Bonus)
Original: Deutsch
Sprachen: Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9
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Bertrand Piccard  - Das Leben als Ballonfahrt

Grossvater Auguste Piccard hob 1931 als erster Mensch mit einem Ballon in die Stratosphäre ab und erreichte eine Höhe von über 16'000 Metern; darauf stiess er auch in die Tiefsee vor. Vater Jacques Piccard tauchte im Jahr 1960 zum tiefsten Punkt der Erde auf 11'000 Metern. Bertrand Piccard schaffte 1999 eines der letzten grossen Abenteuer in der Luft, eine Nonstop-Fahrt im Ballon rund um die Welt in 20 Tagen.

«DOK»-Autor Otto C. Honegger begleitete Bertrand Piccard nach Château-d'Oex, wo dieser den Grundstein für seinen Weltruhm legte. Drei Mal hob er von hier aus ab, bevor er zusammen mit Brian Jones schliesslich die Weltumrundung schaffte. Für «DOK» starteten Piccard und Jones mit einer Nachbildung des grossen «Breitling Orbiter», einem sieben Mal kleineren Heissluftballon. Im Ballon und auf festem Boden erklärt Piccard dabei seine Philosophie des Abenteuers und des Lebens. Oft kann man nicht alles beeinflussen im Leben und fühlt sich dann wie ein Ballonpilot, der vom Wind getrieben wird und nur die Flughöhe verändern kann. Wie tut man dies im normalen Leben? Piccard verdeutlicht dies an vielen Beispielen.

Erstmals liess er auch ein Fernsehteam in seinen Privatbereich blicken. Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Töchtern reiste das «DOK»-Team ins National Air and Space Museum in den USA. Dieser Ort hatte Piccard einst zu seinen Fliegerträumen angeregt. Dort steht heute auch die Kapsel des «Breitling Orbiter 3» neben vielen Flugzeugen berühmter Pioniere der Luftfahrt. Die Filmer konnten Piccard auch beim Fallschirmspringen begleiten, für den Waadtländer ein Symbol der Entscheidung. Und sie filmten ihn zu Hause und in seiner psychiatrischen Praxis. So wird ein hochinteressanter Einblick in die Geisteshaltung eines Abenteurers möglich, der heute als Vortragsredner in der ganzen Welt auftritt, aber als Doktor der Psychiatrie noch immer ausgewählte Patientinnen und Patienten in Hypnose versetzt. Das Filmteam folgte ihm auch nach Niger in Westafrika, wo er sich mit seiner Stiftung «Winds of Hope» im Kampf gegen die Krankheit Noma engagiert. Diese befällt vor allem Kinder und kann zu furchtbaren Entstellungen im Gesicht führen. Piccard setzt mit seiner Hilfe auf Prävention und lässt Gesundheitsagentinnen ausbilden, um die Symptome der Krankheit frühzeitig zu erkennen.

In Lausanne und Winterthur schliesslich bekommt das Fernsehpublikum Einblick ins neue grosse Abenteuer von Bertrand Piccard - den Bau eines lediglich mit Solarenergie betriebenen Flugzeugs. Damit plant er eine weitere Weltumrundung. Bertrand Piccard entpuppt sich im Film als Mensch mit unerschütterlichem Optimismus, der ständig neue Grenzen überschreiten will.
Bonusfilm:
Pionierfamilie Piccard - Drei Generationen Forscher und Abenteurer

Den Grundstein für die Pioniertaten legte Grossvater Auguste Piccard. Er eroberte 1931 als erster Mensch die Stratosphäre mit einer Ballonfahrt auf 15'781 Meter und wurde dadurch weltberühmt. Damit aber nicht genug: Nach der Stratosphäre wandte er sich der Tiefsee zu und «beeinflusste» so die Karriere seines Sohnes Jacques Piccard: Der erst 22-jährige Jacques hatte eben sein Studium in Wirtschaft und Geschichte abgeschlossen, als ihn sein Vater bat, ihn bei seinem Tiefseeprojekt zu unterstützen. Anfänglich half Jacques seinem Vater nur bei der Geldsuche. Je länger die Zusammenarbeit aber dauerte, desto mehr wurde er auch in den Bann der Physik gezogen. Zusammen bauten Vater und Sohn die «Trieste», ein Unterseeboot für grosse Tiefen, ein sogenanntes Bathyscaphe. Sie tauchten damit 1953 gemeinsam auf die Rekordtiefe von 3150 Metern.

Angetrieben durch den Erfolg strebten die beiden ein neues Ziel an, den Tauchgang zum tiefsten Punkt der Erde. Gemeinsam optimierten sie die «Trieste», um diesen unschlagbaren Rekord zu erreichen. Das Geld dazu bekamen sie von der US Navy. Vater Auguste war mit 78 Jahren allerdings zu alt, um seinen Sohn Jacques zu begleiten. Die US Navy stellte mit dem jungen Marineoffizier Don Walsh den Kopiloten. Piccard und Walsh erreichten am 23. Januar 1960 den Grund des Marianengrabens im Pazifischen Ozean, die absolute Rekordtiefe von 10'914 Metern.
Nach dem Rekordtauchgang plant Jacques für die Expo 64 das erste Touristenunterseeboot der Welt. Vater Auguste stirbt noch vor Baubeginn. Um seinen Vater, den Erfinder von Bathyscaphe und Mesoscaphe, zu ehren, erhält das Tauchboot den Namen «Auguste Piccard». Der Pionier- und Abenteurergeist der Piccards lebt jedoch weiter, auch in der dritten Generation. Der Sohn von Jacques, Bertrand, umrundet 1999 mit seinem Ballon «Breitling Orbiter 3» als erster Mensch den Globus und reiht sich mit dieser Tat nahtlos ein in die lange Familientradition.

«Spuren der Zeit» verfolgt die ausserordentlichen Wege dieser legendären Forscher- und Abenteurerfamilie, von den Anfängen bis in unsere Gegenwart hinein.